Spielplätze sind sicher, aber nicht sehr attraktiv

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Die Mitglieder des Sozial- und Kulturausschusses haben sich am Montag auf den Spielplätzen der Doppelgemeinde umgesehen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Zwölf Spielplätze unterhält die Gemeinde für ihre jüngsten Einwohner. Rund 9000 Euro lässt sie sich diesen „Spaß“ jedes Jahr kosten. Auch deshalb verschaffen sich die Politiker regelmäßig einen Überblick über den Zustand der Spielplätze. Am Montagnachmittag brach der Sozial- und Kulturausschuss zu einer Rundreise auf.

In zwei Gruppen begutachteten Ausschussmitglieder und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung die Spielplätze im Tal und auf dem Berg. Viel zu kritisieren gab es aus ihrer Sicht nicht.

Kleinere Mängel erkannten sie in defekten Sitzbänken oder wackeligen Zäunen. An einer Wippe müssten dringend die Sitzflächen ausgetauscht werden, lautete ein anderer Kritikpunkt. Als „unser Vorzeigestück“ hob Fachbereichsleiter Axel Boshamer den Spielplatz im Niggenhuser Hof hervor:

Vielfältige Spiel- und Klettermöglichkeiten, Sitzgelegenheiten für Groß und Klein und eine insgesamt sehr gut gepflegte Anlage zeichnen diesen erst vor sechs Jahren eröffneten im Wiblingwerder Neubaugebiet aus.

Kein Wunder, dass SPD-Ratsherr Matthias Lohmann, der das Treiben auf diesem Areal als Anwohner regelmäßig beobachten kann, von einer sehr guten Frequentierung sprach.

Das Maß der Inanspruchnahme war auch eines der Themen, mit denen sich der Ausschuss in Zukunft noch weiter beschäftigen möchte. Fachbereichsleiter Boshamer hatte deshalb aufgelistet, wieviele Kinder zwischen zwei und 14 Jahren im Einzugsbereich der jeweiligen Spielplätze leben. 87 sind es am Niggenhuser Hof.

Mehr Kinder könnten nur die Spielplätze an der Ehrenmalstraße (136), In der Dellen (111) und im Nachrodter Feld (100) nutzen. Bei anderen Spielplätzen muss sicherlich die Frage nach ihrem Sinn erlaubt sein.

Im Bereich Eichendorffstraße sind gerade einmal 19 Kinder im entsprechenden Alter gemeldet, am Dorfplatz beziehungsweise an der Nachrodter Straße in Wiblingwerde sind es sogar nur sieben. Dagegen müssen 59 Kinder ganz ohne einen Spielplatz in Wohnortnähe auskommen.

„Die wohnen aber zum Beispiel in Rennerde oder am Höchsten. Dort gibt es aufgrund des sehr dörflichen Charakters genügend andere Spielmöglichkeiten“, erklärte Boshamer.

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Die Meldezahlen sagen ohnehin wenig über das Maß der Inanspruchnahme eines Spielplatzes aus. Die subjektive Attraktivität einer Anlage dürfte da schon eher ein Kriterium sein, warum Kinder oder Familien einen Spielplatz dem anderen vorziehen.

„Unsere Spielplätze sind in Ordnung, aber wenig attraktiv“, fand dann auch die Ausschussvorsitzende Susanne Jakoby (SPD). Widersprechen wollte ihr niemand, im Gegenteil: „Die neue Lenneuferpromenade wäre doch ein idealer Standort für einen attraktiven Spielplatz“, hatte Annegret Klatt (UWG) einen Vorschlag, wie das Angebot verbessert werden könnte.

So gute diese Idee auch sein mag, sehr schnell wird sie nicht umgesetzt werden können. Es gelte abzuwarten, wie die neue Lennebrücke verlaufen werde, gab Boshamer zu bedenken.

Was fehlt?

Diskutieren Sie mit, sagen Sie Ihre Meinung: Was fehlt auf den Spielplätzen in Nachrodt-Wiblingwerde? Gibt es zu viele Spielplätze? Sollte der eine oder andere aufgegeben und das so gesparte Geld in weniger, dafür aber attraktivere Spielplätze investiert werden?

Schicken Sie Ihre Vorschläge an das Altenaer Kreisblatt, entweder per per E-Mail (ak-nachrodt@mzv.net), Post (Lennestraße 48, 58762 Altena) oder per Fax (0 23 52/91 87 13). Wir werden die Ideen veröffentlichen, den Verantwortlichen bei der Gemeinde vorlegen und berichten, was daraus geworden ist!

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