Sorgen um ungepflegtes Ehrenmal in Nachrodt

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Die Pflege des Ehrenmals hat nach dem Tod eines Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr stark nachgelassen. Unter anderem wuchern die Pflanzen vor der Denkstätte in alle Richtungen.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Pflanzen versperren den Aufgang über die Treppe zum Ehrenmal. Auch vor dem Denkmal selbst hat sich die Natur ausgebreitet. Bänke sind nicht mehr vorhanden, Laub und etwas Müll häufen sich an. Die Gedenkstätte sieht ungepflegt aus. Wie kann das sein?

„Bis zum vergangenen Jahr hate sich ein Ehrenamtlicher um die Pflege gekümmert“, erklärt Peter Herbel, CDU-Fraktionsvorsitzender, im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Seit dem Tod des engagierten Bürgers sei dort allerdings nicht mehr viel passiert.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Jakoby berichtet von einer regelmäßigen Reinigung, die aber nicht sehr häufig vorkomme. Die Stätte sehe oft nicht gut aus, aber es gebe auch keine Privatpersonen, die sich freiwillig um die Pflege kümmern würden. Es habe schon einmal die Überlegung gegeben, das Denkmal zurückzubauen, um die Fläche, die gepflegt werden müsse, zu verringern. Auch eine Sanierung wäre nötig, meint Jakoby. Doch diese sei teuer. Das Ehrenmal ist in Nachrodt offensichtlich immer mal wieder Thema, doch eine Lösung wurde bisher nicht gefunden.

Die „Unordnung“ am Denkmal ist übrigens keine Folge der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde, da die Zusammenlegung der Bauhöfe erst im Januar erfolgen wird. Gemeinde und Bauhof sind aktuell mit anderen Themen im Dauereinsatz – „in erster Linie haben sie viel mit den Flüchtlingen zu tun“, so Herbel. Vielleicht, so hofft her, gebe es aber noch vor dem Volkstrauertag am 15. November eine Reinigung am Ehrenmal.

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