Neue Pächter für Waldrestaurant Brenscheider Mühle gesucht

Barbara und Otto Camphausen wünschen sich Pächter mit Liebe zur Natur und zur gutbürgerlichen Küche.

Nachrodt-Wiblingwerde - Ginge es nach Hans-Otto Camphausen, würde in das Waldrestaurant „Brenscheider Mühle“ ein Pächter einziehen, der eine Liebe für das alte Gemäuer hat, gerne auch dort wohnt und gutbürgerliche Küche anbietet. Aber er ist auch offen für andere Ideen. Allerdings drängt langsam die Zeit. Denn am 31. Oktober werden Sigrid und Andreas Pohlers die Türen der belieben Ausflugsgaststätte schließen. Ein neuer Pächter muss her.

Es ist Mühlenbacktag an den Brenscheider Mühlen. Camphausen und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Denn nicht nur das frische Brot, sondern auch das relativ schöne Wetter lockt zahlreiche Ausflügler in das Brenscheider Bachtal. Eine Wanderung ins Mesekendahl, ein Spaziergang um die Ölmühle mit der Schafwiese oder einfach ein kleiner Einkaufsbummel mit anschließendem Mittagessen in der Mühle. Letzteres könnte womöglich bald schwierig werden. Denn die Pächter Sigrid und Andreas Pohlers haben ihren Pachtvertrag mit Camphausen nach fünf Jahren gekündigt. Nun wird ein Nachfolger gesucht.

„Eigentlich haben wir hier viel zu bieten: 30 Plätze im Restaurant, 90 im Biergarten, ein einzigartiges Ambiente und eine Wohnung für den Pächter von rund 120 Quadratmetern“, wirbt Camphausen. Allerdings sagt er auch, dass es sinnvoll sei, in den kleinen Ort zu ziehen. „Klar, hier ist viel Betrieb am Wochenende oder wenn das Wetter schön ist. Aber wer hier wohnt, ist flexibler und spart Kosten“, erklärte der Eigentümer.

Zudem schwört Camphausen auf bürgerliche Küche. Vorgänger, die versucht hatten, einen Gourmet-Tempel aus dem kleinen Lokal zu machen, seien gescheitert. Richtig erfolgreich seien hingegen Jutta und Siegfried Salloch mit ihrem Konzept „Futtern wie bei Muttern“ gewesen. Knapp zwölf Jahre bewirtschafteten sie erfolgreich das Restaurant, bauten es aus und um. Bis sie in den Ruhestand gingen.

Seit fünf Jahren sind nun Pohlers die Pächter. „Es wäre schon schön, wenn wir einen lückenlosen Wechsel hinbekämen. Schließlich gibt es hier viele Stammkunden“, berichtet Camphausen.

Der Backtag hingegen war ein voller Erfolg. Seitdem die Hobbybäcker das Rezept ein wenig verändert haben und das Brot etwas lockerer ist, ist es noch beliebter bei den Besuchern. Das Rezept hatte Camphausen von einem Bäcker mitgebracht, den er im Urlaub auf Langeoog kennengelernt hatte. Auch er arbeitete mit einem holzbefeuerten Ofen. „Er nahm 20 Prozent Roggenmehl und 80 Prozent Weizen. Wir haben es jetzt noch einmal etwas verändert und nehmen 25 Prozent Roggenmehl“, berichtete Camphausen. Der einzigartige Geschmack käme allerdings nach wie vor von der Körnermischung, die die ehrenamtlichen Bäcker verwenden.

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