Heimat- und Verkehrsverein hat wieder Vorsitzenden

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Siegfried Kruse ist jetzt neuer Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins.

Nachrodt-Wiblingwerde - Damit hätte vor der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins wohl niemand gerechnet: Nach drei Jahren wurde am Dienstagabend endlich ein neuer Vorsitzender gewählt, und der heißt Siegfried Kruse. Bisher hatte der Wanderwegewart eine Vorstandsarbeit entschieden abgelehnt. Sein Sinneswandel rettete den Verein nun vor einer Auflösung.

Von Lydia Machelett

Als im März 2012 plötzlich der Vorsitzende Klaus Potthoff gestorben war, stand der Verein von heute auf morgen ohne Führungsspitze da. Der zweite Vorsitzende Hermann Boshe-Plois sprang in die Bresche, betonte aber, dass er das Amt des Vorsitzenden nicht übernehmen wolle und vor allem aus beruflichen Gründen nicht könne. „Als Hermann sagte, dass die Alternative die Auflösung des Vereins sei, habe ich diese Aussage sehr ernst genommen und bin in mich gegangen, habe mit meiner Familie und Vereinskollegen gesprochen“, erklärte Kruse. Dass er den Posten übernimmt, war jedoch an eine Bedingung geknüpft: Die Wanderwegearbeit muss nun jemand anderes übernehmen. „Wir sind in diesem Arbeitskreis sehr gut aufgestellt, daher kann ich den Posten ruhigen Gewissens abgeben“, sagte Kruse. Dieses Amt wird künftig Gerd Nolte ausfüllen. „Viele fragen sich sicher: Warum hat der Kruse sich erst jetzt gemeldet? Die Antwort ist einfach: Erst jetzt sind alle Bedingungen erfüllt, die die Vorstandsarbeit für mich möglich machen“, erklärte Kruse weiter. Gemeinsam mit dem Vorstand sollen nun neue Strukturen geschaffen werden. Vor allem um die Nachwuchsarbeit will er sich kümmern, um den Verein, wie er sagt, „gegenwartstüchtig und zukunftsfähig“ aufzustellen.

Die Erleichterung bei den Vereinsmitgliedern war groß. Voller Tatendrang starten sie nun gemeinsam in das neue Jahr. Otto Camphausen, der für die Arbeit in der Brenscheider Mühle verantwortlich ist, berichtete, dass dort ab dem 2. Mai wieder Brot gebacken werde. Derzeit gebe es noch genug Helfer und Kunden. Allerdings sei auch dort jüngerer Nachwuchs willkommen.

Das Team, das für die Wanderwege verantwortlich ist, hat in diesem Jahr ein wenig mehr Ruhe, denn alle Wege wurden im vergangenen Jahr überarbeitet. Unter anderem wurden 37 Pfosten für Wegweiser eingeschlagen. Fast überall sind die Routen nun mit wetterfesten Schildern ausgezeichnet. Nur noch selten musste auf die alte Maltechnik zurückgegriffen werden.

Richtig zufrieden sind die Mitglieder mit der Aktion Hundekotbeutel. Gerade im Sommer sei eine deutliche Verbesserung erkennbar. Bei Schnee lief es jedoch deutlich schlechter. Dann würden nur wenige Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere beseitigen.

Auch in diesem Jahr werden die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins sich wieder an zahlreichen Aktionen beteiligen und einige Feste organisieren. So soll unter anderem wieder ein Maibaum aufgestellt werden. Auch das Erntedankfest wird bereits vorbereitet. Zudem stehen zahlreiche Arbeitseinsätze rund um die Heimatstube und den Kornspeicher auf dem Programm.

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