Siedlergemeinschaft Einsal wächst und wächst

Wolfgang Tiemesmann und Horst Humme vom Vorstand der Siedlergemeinschaft können mit der Entwicklung des Vereins zufrieden sein. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Siedlergemeisnchaft Nachrodt-Einsal erlebt seit Jahren einen wahren Mitgliederboom. Dashat auch Gründe, die der Vorsitzende Horst Humme erläuterte.

Von Lydia Machelett

Der Saal der Rastatt wurde voller und voller. Mehr als 70 Mitglieder waren am Dienstagabend zur Mitgliederversammlung der Siedlergemeinschaft Nachrodt-Einsal gekommen. Während sich in anderen Städten die Gemeinschaften nach und nach auflösen, erleben die Nachrodter einen regelrechten Boom. Auch im vergangenen Jahr ist die Mitgliederzahl gestiegen. Mittlerweile sind in der Gemeinschaft rund 900 Mitglieder vereint.

Als Horst Humme 1999 den Vorsitz übernahm, waren es gerade einmal 34 Mitglieder. Er stellte die Gemeinschaft neu auf, schaffte ein attraktives Angebot und machte die Einsaler zu einer echten Größe. Zum Vergleich: Im gesamten Kreisgebiet sind rund 7000 Menschen in Siedlergemeinschaften organisiert. „In diesem Jahr haben wir wieder 30 neue Mitglieder aufgenommen. Fünf haben wir allerdings verloren“, erklärte Humme. Längst sind es nicht mehr nur Nachrodt-Wiblingwerder, die die Vorteile der Siedlergemeinschaft nutzen. Mitglieder hat der Verein auch in Letmathe und Iserlohn und sogar in Balve und Menden. „Die Leute kennen einfach die Vorteile. Für einen günstigen Mitgliedsbeitrag bekommen sie unter anderem eine Haftpflichtversicherung und kostenlose Rechtsauskunft“, erklärte Humme. Zudem sorge er dafür, dass es immer ein attraktives Jahresprogramm gibt. In diesem Jahr stehen beispielsweise diverse Termine für eine Besichtigung der Müllverbrennungsanlage an.

Dass Humme und die anderen Vorstandsmitglieder die Bedürfnisse ihrer Siedler kennen, wurde im Rahmen der Sitzung deutlich. Viele waren nämlich nur gekommen, um dem Referat von Eberhard Hübenthal zu lauschen. Der Rechtsanwalt und Notar sprach über Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügungen. Nach einem kleinen Überblick über die verschiedenen Formen hatte der Experte natürlich noch einige Tipps. „Denken Sie daran, dass Sie in Ihre Papiere nur jemanden einsetzen, dem Sie auch wirklich vertrauen“, mahnte Hübenthal. Zudem solle man daran denken, dass man so eine Person auch austauschen könne. Habe man beispielsweise den Ehepartner eingesetzt und ist dieser selbst nicht mehr geschäftsfähig, könne man auch eine neue Person benennen. „Grundsätzlich gilt aber: So lange Sie sich klar äußern können, wird immer Ihre Meinung zählen. Niemand muss Angst haben, entmündigt zu werden“, so Hübenthal

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