2. Sauerländer Pferdemesse: Konzept geht auf, aber Kritik am Rande

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Nachrodt-Wiblingwerde -  Rasante Vorführungen, eine kleine Einkaufsmeile und Spaß für die ganze Familie: Das Konzept der zweiten Sauerländer Pferdemesse, die am Sonntag auf dem Hof Hegemann stattfand, ging auf. Hunderte Besucher wurden gezählt. Aber die Veranstalter mussten auch ein wenig Kritik einstecken.

 Bereits früh morgens füllte sich der Reithallenkomplex an der Lüdenscheider Straße. Die Schnäppchenjäger waren früh aufgestanden. Ausstellern präsentierten Leckereien für Pferd und Hund, Pferdeartikel wie Decken, Halfter und kuschelige Bürsten, aber auch Kunst und Handwerk.

Besonders beliebt war der Stand, an dem es Schmuck aus Pferdehaar gab. Einige Aussteller nutzen das Angebot aber auch, um technische Neuheiten zu präsentieren. So wurde unter anderem ein Funkgerät vorgestellt, mit dem ein Reitlehrer auch über längere Distanzen Kontakt zu seinem Schüler halten kann. Zudem gab es spezielle Sattelkissen, die den Aufbau der Rückenmuskulatur des Pferdes unterstützen sollen.

 Aber auch heimische Aussteller hatten ihre Stände. Mit dabei war beispielsweise Peony Stüker, die ihre Handarbeiten für Mensch und Tier verkaufte. Untermalt wurde das bunte Treiben in der Verkaufshalle vom rhythmischen Klatschen der Linedancer aus Lüdenscheid. Den ganzen Tag sorgten Sie nahezu ohne Pause mit ihren Choreografien zu Country-Musik für Stimmung. Einige Messebesucher hätten sich gewiss ein wenig mehr Auswahl gewünscht. Insbesondere mehr Verkaufsartikel rund um den Pferdesport – auf einen Stand für Staubsauger und Wischer hätten sie hingegen eher verzichten können. Wie der ins Konzept passte, war nicht ganz klar. „Vielleicht, weil die Reiter so viel Dreck in die Wohnung tragen“, scherzte eine Besucherin.

Entschädigt wurden die Besucher allerdings mit einem qualitativ hochwertigen Showprogramm. So begeisterten unter anderem Ritter mit spektakulären Schlachten, Kutschen rasten durch die Halle, elegante Pferde und Reiter tanzten zu Musik und Demonstrationen kompletter Harmonie und Vertrauen zwischen Tier und Mensch rührten die Menschen am Rand. So zum Beispiel die heimische Reiterin Giulia Maselli. Mit ihrem Pony Nelson zeigte sie, wie eine vertrauensvolle Beziehung aussieht.

 Ein wenig enttäuscht waren die Besucher, die erst zur Kaffeezeit kamen. Die Messe sollte bis 18 Uhr geöffnet sein. Jedoch begann der Abbau bereits gegen 17 Uhr. Während auf der einen Seite noch die letzten Vorführungen stattfanden, rollten auf der anderen Seite bereits die Autos in die Verkaufshalle. Schade, dass dadurch einige Besucher verprellt wurden.

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