Nachrodterin veröffentlicht ihren ersten Roman

Ein Jahr lang hat Sandra Papendick an ihrem Erstlingswerk geschrieben. Vor allem den Anfang ihres Romans hat sie unzählige Male umgeschrieben. Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Seit wenigen Tagen ist der erste Roman der Nachrodterin Sandra Papendick auf dem Markt. Probleme, für ihr Erstlingswerk einen Verlag zu finden, hatte die 44-Jährige nicht - im Gegenteil.

Als Sandra Papendick einst das unversöhnliche Ende im Kinofilm „Stadt der Engel“ sah, ärgerte sie sich innerlich schwarz. Dass die Liebe zwischen einem Engel und einer Frau tragisch mit dem Tod enden sollte, damit wollte sie sich nicht abfinden. So setzte sich die Nachrodterin an den Computer und schrieb eine alternative Geschichte: „Bis der Tod uns vergessen lässt“ ist ihr erster Roman, der nun im A.P.P.-Verlag erschienen ist.

Nein, eine Fortsetzung der Filmgeschichte ist „Bis der Tod uns vergessen lässt“ nicht. Nur den Handlungsstrang des Engels, der sich auf Erden in eine Frau verliebt, ist die einzige verbliebene Ähnlichkeit. Der himmlische Protagonist ist beauftragt, auf seine Herzensdame und ihren Geliebten zu achten. Seine eigenen Gefühle erschweren dies aber enorm. Ihm bleibt nur eine Alternative: Der Engel muss sich bemerkbar machen.

Turbulent, humorvoll und romantisch geht es schließlich weiter in   „Bis der Tod uns vergessen lässt“. Sandra Papendick hat den Roman innerhalb eines Jahres geschrieben. Auf gut Glück bot sie ihn zehn Verlagen an. Zwei sagten sofort zu. Beim A.P.P.-Verlag blieb die Autorin, weil der ihr zum einen zuerst zugesagt hatte und zweitens mit guten Vertragskonditionen lockte.

„Ins Literatur-Geschäft musste ich mich erst mal hin-eineinfinden“, erklärt die 44-Jährige. Zwar hat sie auch in ihrem Hauptberuf als Steuerfachangestellte mit Paragraphen zu tun, doch Urheberechte und Vermarktung sind eine andere Baustelle. Der Verlag stellte ihr ein gutes Lektorat an die Seite. „Das braucht man auch. Ich hatte schon vorher bei der Iserlohner Autorin Andrea Reichart einen Workshop mitgemacht. Danach habe ich den Anfang des Romans noch unzählige Male umgeschrieben“, schildert Sandra Papendick.

Ihre Ideen aber sind allesamt erhalten geblieben in der Endfassung. Nur ihr Klarname nicht, der war dem Verlag zu sperrig. Erschienen ist der Roman deshalb unter dem Pseudonym Alexandra Carol – weil in Alexandra noch Sandra steckt und Carol der Mädchenname ihrer Mutter ist. „Allerdings mit K“, erklärt Sandra Papendick lachend.

„Bis der Tod uns vergessen lässt“ kann im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 987-3-945786-41-3 als Printausgabe des A.P.P-Verlags zum Preis von 11,99 Euro bezogen werden. Nutzer von E-Book-Readern können ihn auf den üblichen Plattformen im Internet beziehen.

Die Hommage an ihre Mutter gefällt ihr. „Meine Eltern unterstützen mich großartig“, berichtet sie. Auch Sohn Marlon hilft mit. Er ist ein guter, wettbewerbserprobter Vorleser und will seine Mama gern coachen, wenn Anfragen für Lesungen kommen. Aktuell wird „Bis der Tod uns vergessen lässt“ in Internet-Literaturkreisen heiß diskutiert. Sandra Papendick hat gute Erstleser-Kritiken bekommen. Fans von romantischen Liebesgeschichten haben ihr einen tollen Stil attestiert. Der Engel bringt einen leichten Fantasy-Hauch mit in die Geschichte.

Die Autorin hat schon im Grundschulalter gern und viel geschrieben. Und es sehr bedauert, dass solche Talente später auf weiterführenden Schulen keine Förderung mehr erfuhren. Dran geblieben ist sie trotzdem. Dass ihr erster Roman veröffentlicht wurde, hat sie bestärkt. „Aktuell schreibe ich an zwei neuen Geschichten“, berichtet sie. Inspiration findet sie auch in nächster Umgebung, zum Beispiel beim Spaziergang mit dem Hund. Eines ist aber gewiss: Im Genre Liebesroman will Sandra Papendick bleiben. „Das ist das schönste Thema überhaupt!“

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