Afrikanisches Flair beim Sponsorenritt für Simbabwe

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Den Ausritt in die schöne Natur verbanden viele Reiter mit einer Hilfsaktion für Kinder in Simbabwe.

Nachrodt-Wiblingwerde - Reiten für Afrika: So lautete in Haste das Motto für den 1. Mai. Mehr als 40 Reiter starteten beim Sponsorenritt des Ländlichen Reit- und Fahrvereins (LRFV) Haste. Etwa 3000 Euro können nun an den Verein Kubatana aus Hohenlimburg gespendet werden. Der Verein unterstützt eine Schule in Simbabwe.

Von Lydia Machelett

„Wirklich, es ist einfach nur toll. Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute mitmachen“, freute sich Cheforganisatorin Sabine Pühl. Mehr als 200 Besucher hatten sich zwischenzeitlich auf dem kleinen Pferdehof in Haste versammelt. Klar, dass an diesem Tag auch ein Hauch von Afrika über das Dorf hinweg wehte. Während afrikanischen Buschtrommeln exotische Gefühle weckten, flanierten die Besucher an den Verkaufsständen entlang. Dort gab es Kleidung, Deko und afrikanisches Kinderspielzeug – alles von den Schülern der Rudhanda Highschool hergestellt. Währenddessen erklärte Realschullehrer Wilfried Busch anhand einer Fotoshow, unter welchen Umständen an der Schule in dem diktatorisch regierten südostafrikanischen Land gearbeitet wird. Er selbst hat gemeinsam mit seiner Frau einige Jahre dort unterrichtet. „Bildung ist für die Kinder dort die einzige Chance auf ein besseres Leben. Allerdings kann sich nicht jede Familie die Schule leisten. Wir übernehmen folglich Schulpatenschaften und unterstützen die Einrichtung bei besonderen Projekten“, erklärte Busch, welche Rolle der Vereins Kubatana spielt.

Von dem Geld, das am Freitag gesammelt wurde, soll unter anderem der Schweinestall der Schule erweitert und ein neuer Hühnerstall errichtet werden. „Die Schüler werden dort zum einen praktisch im Fach Landwirtschaft unterrichtet. Zum anderen werden die Produkte und das Fleisch vermarktet, so dass die Schule eine Einnahmequelle hat und sich immer besser selbst tragen kann“, erklärte Sabine Pühl.

Eine Herzensangelegenheit sei es den Hastern zudem, besonders talentierte Schüler zu fördern, führte Pühl weiter aus. Normalerweise ende eine Patenschaft nach dem mittleren Abschluss. „Wir wollen, dass die Kinder bis zum Abitur weiter gefördert werden“, sagte Pühl.

Die Reiter, Fahrer und Radler starteten am Freitag in Kleingruppen. Sie konnten wählen zwischen zwölf, 18 und 25 Kilometern – je nach Leistungsvermögen. Die Wege waren zuvor von den Organisatoren beschildert worden. Angereist waren Pferdefreunde und Radsportler aus dem gesamten Sauerland, aus Soest und Hagen. „Das ist ja das Schöne: Wir reiten für den guten Zweck und zeitgleich lernen sich die Reiter kennen und pflegen in einer entspannten Atmosphäre Kontakte“, beschrieb Sabine Pühl das Flair dieses Sponsorenritts.

Mit dem Geld, das die Sponsorenreiter und -fahrer einbrachten, und mit weiteren Spenden kamen am Ende 3200 Euro für die Schule in Simbabwe zusammen.

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