Löschgruppe Veserde verschenkt Rauchmelder zum Abschied

Rauchmelder verteilte die ehemalige Löschgruppe Veserde.

Nachrodt-Wiblingwerde - 150 Rauchmelder haben die Mitglieder der ehemaligen Löschgruppe Veserde an die Haushalte des Örtchens verteilt. „Wir wollten dem Dorf etwas Sinnvolles zurückgeben“, sagt Christian Salomon, der sich als „ausgeschiedener Löschgruppenführer“ auch zur Stellungnahme seiner Feuerwehrkollegen aus Nachrodt und Wiblingwerde äußert.

„Ich möchte keine Schlammschlacht starten, sondern nehme Bezug auf den Bericht von 27. Juni 2012.“

Damals hieß es im AK-Bericht: „Sollte die Löschgruppe Veserde mit Wiblingwerde zusammengezogen werden und dadurch Einsatzpersonal verloren gehen, sieht Kling seine Einsatzkräfte im Ernstfall gefährdet. Die Wehr könnte dann Probleme bekommen, für die vorgehenden Trupps unter Atemschutz einen vorgeschriebenen Rettungstrupp zu stellen.“ Vor drei Jahren verbat sich der Wehrleiter sodann weitere Diskussionen. Mit dieser Kenntnis könne man heute, so Salomon, nicht behaupten, dass Fusions-Gespräche seit Jahren intensiv geführt worden wären.

„Und wir haben auch keine Unwahrheiten verbreitet“, sagt Christian Salomon, der den Ärger der Kameraden aus Nachrodt und Wiblingwerde verstehen kann, „aber man sollte doch versuchen, sachlich zu bleiben. Eine objektive Darstellung der Lage durch die Wehrleitung und Verwaltung hätte im Vorfeld zu weniger Problemen geführt.“

Die angekündigten Gespräche mit den Zurückgetretenen habe es auch noch nicht gegeben. Im Gegenteil. Nach dem Ausscheiden aus der Freiwilligen Feuerwehr hätten einige Ehemalige eine Rechnung bekommen: die anteilige Erstattung für den Erwerb der Führerscheinklasse C. „Die Grundlage für Gespräche wird dadurch nicht gefördert“, findet Christian Salomon.

Gemeindebrandmeister Michael Kling bestätigt die Forderung der Gemeinde, die allerdings nur einen einzigen Feuerwehrmann betreffe. Seit drei Jahren gebe es neue Richtlinien. Für den Führerscheinerwerb der Klasse C müsse man sich nicht mehr für zehn Jahren verpflichten und auch keinen Eigenanteil mehr leisten. „Das haben wir komplett aufgehoben, denn wenn man den Führerschein nur für die Feuerwehr nutzen darf, hat man davon keinen privaten Mehrwert mehr“, erklärt Michael Kling, der sich zu den verschenkten Rauchmeldern nicht äußern möchte.

Die ehemaligen Feuerwehrleute haben eben diese Rauchmelder verteilt. „Um frühzeitig vor Brandrauch zu warnen, möchten wir Ihnen einen Rauchmelder schenken und uns auf diesem Wege für die langjährige Unterstützung der Dorfgemeinschaft bedanken“, heißt es in einem Schreiben an die Veserder.

In Kürze soll auch ein Defibrillator außen am Hotel Holzrichter angebracht werden. Salomon: „Um einen sinnvollen Beitrag zur Sicherheit in unserem Dorf zu leisten, soll ein spezieller Wandkasten angeschafft werden, damit im Notfall jeder Bürger Zugriff auf das Gerät hat.“ Der Defibrillator gibt einen lebensrettenden Stromstoß im Falle eines Herzkammerflimmerns ab. „Das ist gut und sinnvoll – und es macht Sinn, den Defibrillator der Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu stellen“, findet Michael Kling. Und Christian Salomon möchte eines festhalten: „Die ehemalige Löschgruppe Veserde will auch Menschen helfen, dies sollte niemals missverstanden werden.“

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