Sekundarschüler probieren ihre Stärken aus

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Mit Gisela Kreinberg produzierten diese Schülerinnen am Mittwoch ebenso leckere wie gesunde Apfel-Pommes.

Nachrodt-Wiblingwerde - Zweieinhalb Tage hatten die Sekundarschüler in dieser Woche Zeit, ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten auszuspielen. Was sie von Montag bis Mittwoch in 23 Gruppen erarbeitet und vorbereitet haben, präsentierten die rund 250 Mädchen und Jungen am Mittwochnachmittag zum Abschluss in der Lennehalle.

Von Volker Griese

„Ich bin ganz stolz auf meine Schüler und natürlich auf das Kollegium“, sagte Schulleiterin Anne Rohde am Rande der Präsentation. Ein von Schülern produzierter Film über die Projekttage, der schlaglichtartig alle Projekte vorstellte, ließ schon erkennen, dass die Schulleiterin dazu allen Grund hatte. Richtig deutlich wurde das aber bei einem Rundgang durch die verschiedenen Stationen, an denen die Sekundarschüler die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten vorstellten. Hier präsentierten sie beispielsweise aus Holz und kleinen Glühlämpchen hergestellte Leuchten, aus Alltagsgegenständen hergestellten Schmuck, mit Acrylfarben gemalte Landschaftsbilder, fantasievolle Katzen aus Stoff oder künstlerisch anmutende Figuren aus Holz.

Andere Schüler führten die von ihnen gebauten und programmierten Roboter vor, die über eine geschlängelte Linie fahren, aus einem Labyrinth herausfinden, Farben erkennen und vieles mehr konnten. Junge Erfinder und Tüftler waren in dem Projekt am Werk gewesen, in dem es um den Aufbau von Experimenten ging: Sie ließen eine Compact-Disc schweben und sorgten mit Hilfe einer Kerze dafür, dass sich ein Stromkreis schließen und ein kleiner Ventilator schließlich die Kerze ausblasen konnte.

Tief in die Urgeschichte eingetaucht waren Schüler, die Fossilien- und Dinosaurier-Modelle hergestellt und in Versuchen, Spielen und Filmen Wissenswertes über die Landwirbeltiere erfahren haben, die vor Millionen von Jahren die Erde bewohnt haben. Noch ganz so weit zurück in der Geschichte war es für die Mädchen und Jungen gegangen, die Papier geschöpft und auf Burg Altena ein mittelalterliches Skriptorium kennen gelernt hatten.

Auch sportlich ging es zu bei den Projekttagen: Zirkusnummern wurden einstudiert, Voltigierübungen erlernt und Tauchen geübt. So schulten die Sekundarschüler mit Spaß ihre Koordination und Motorik, lernten den Umgang mit Tieren und erwarben Kenntnisse für die Rettung eines Ertrinkenden.

Projekttage an der Sekundarschule

Wiederum andere Schüler ließen ihrer schauspielerischen Kreativität freien Lauf: Eine Gruppe schrieb und produzierte ein Hörspiel, das anschließend als CD sogar zum Kauf angeboten wurde, eine andere studierte das kleine Theaterstück „Peter Pan“ in englischer Sprache ein. Eine weitere Projektgruppe entwickelte nicht nur eine Fotostory zum Thema „Schule ohne Rassismus“, sondern fand so großes Interesse daran, dass sie auch gleich noch eine Unterschriftenaktion dazu startete.

Weil die Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen, die sportliche Herausforderung und das Ausleben kreativer Vorstellungen aber nicht nur Spaß, sondern auch Hunger machen, kümmerten sich zwei Projektgruppen ausschließlich um die Verpflegung. Dazu gehörten am Mittwochnachmittag süße und herzhafte Leckereien, die an einem großen Büfett angeboten wurden, aber auch ausgesprochen gesunde Dinge wie Salate und Apfel-Pommes: Geschälte Äpfel wurden in Streifen geschnitten und mit Erdbeersoße versehen. Einer Portion Pommes mit Ketchup sah dieser gesunde Snack zum Verwechseln ähnlich.

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