Projektarbeit: Gestaltung eines eigenes Theaters für Uelle Buschmann

"Später möchte ich am Theater arbeiten"

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Diplom-Kunstmalerin Ursula „Uelle“ Buschmann und Laura Volbert arbeiten gut zusammen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nur noch ein paar Prüfungen, dann ist Laura Volbert „fertig“. Dann hat die 19-Jährige aus Nachrodt nicht nur das Fach-Abi sondern auch eine abgeschlossene Ausbildung zur „Gestaltungstechnischen Assistentin“ der Fachrichtung Grafik- und Objektdesign in der Tasche.

Sehenswertes Detail des "Puppenstuben-Theaters".

Für eine ihrer Abschlussarbeiten verwirklichte sie jetzt ein ganz besonderes Projekt mit Hilfe von Ursula „Uelle“ Buschmann aus Altena. „Die Aufgabe war, für einen Künstler meiner Wahl ein Logo, ein Plakat und ein Museumsmodell zu erstellen“, erläutert die junge Frau, die noch das Berufskolleg an der Hansaallee in Iserlohn besucht. Sie sprach Uelle Buschmann an und ließ sich auf „eine ausgesprochen vielseitige und kommunikative Kunstschaffende“ ein, wie es Volbert formuliert. In wochenlanger Arbeit – alles musste natürlich auch noch verschriftlicht werden - baute sie auf einer Platte von rund zwei Quadratmetern für Uelle und ihre Kunst ein eigenes Museum.

„Dieses Modell steht jetzt im Fenster“, sagt Volbert. Auf den ersten Blick mutet es wie eine Puppenstube an, doch alles, wirklich alles, ist durchdacht bis auf den I-Punkt. Neben einem Filmraum – er ist halbrund angeordnet, gibt es diverse Schauflächen und viele Räume, „die, wie bei einem Gang durch ein Museum, zum Zwiegespräch oder der Auseinandersetzung mit Uelles Kunst einladen“, erläutert die junge Frau. 

Ausgesprochen genau musste die junge Schülerin arbeiten.

Von Altenaern Bildern (im Miniformat) – selbst das sieht man sehr gut beim Betrachten des Modells, über Spachtelarbeiten, großformatige Bilder und naturalistische Werke, „alles ist sinnhaft angeordnet, so, wie es auch in Museen üblich ist“, sagt die Nachrodterin. Sie dankt Uelle Buschmann für „viele Gespräche, gute Ideen und Impulse“ und erzielte mit ihrer Arbeit, zu der noch das Entwerfen von Plakaten, einem kompletten Corporate Identity-Auftritt (also dem Erstellen einer eigenen Firmenmarke) gehörte, von Uelle beim betreuenden Lehrer viel Anerkennung und Lob. 

Jochen Ranke bewertete die Arbeit – zu der auch ein begleitendes Heft gehört – am Ende mit einer „für mich kaum erwarteten Eins“, freut sich die angehende Gestaltungstechnische Assistentin. Sie wird weiter in Iserlohn zur Schule gehen und ihr Voll-Abitur nachholen. Ob sie dann „in die Industrie geht, um Plakate, Visitenkarten, Drucksachen zu entwerfen“ oder studiert, „ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.“ Ihr Traum bleibt eine Beschäftigung am Theater. Da hat sie auch schon einmal hineingeschnuppert, und zwar in Hagen. Weitere Praktika in einem Fotostudio schlossen sich an. „Da ist mir dann endgültig klar geworden: Kreativ arbeiten, das ist dein Ding.“

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