Obstfeld: Behindertenparkplatz wieder an der gewohnten Stelle

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Michaela Christodoulakis ist zufrieden: Der Behindertenparkplatz vor ihrer Praxis ist wieder da. Die Gemeinde hat auf den Protest schnell reagiert.

Nachrodt-Wiblingwerde - Selten hat sich Michaela Christodoulakis so sehr über ein Straßenschild gefreut: Als am verkürzten Parkstreifen vor ihrer Praxis an der Altenaer Straße das Schild mit dem Rollstuhl wieder aufgestellt wurde, war nicht nur ihr Erleichterung anzumerken, sondern auch den Patienten mit Gehbehinderung.

Viele Gehbehinderte in der Doppelgemeinde suchen die Zahnärztin auf, denn die Medizinerin betreut Bewohner beider Pflegeheime im Ort. "Auch diese Menschen und ihre Angehörigen haben mich in der Frage des Erhalts des Parkplatzes vor der Eingangstür unterstützt", erklärt Michaela Christodoulakis.

Der war nicht mehr im Bebauungsplan vorgesehen, als die Pläne für den Markplatz Obstfeld vorgestellt wurden. Eine Ersatzlösung lag zwar nur 50 Meter von der Praxis entfernt, die wäre allerdings bei weitem nicht so barrierearm gewesen, wie der bisherige Stellplatz: Rollstuhlfahrer hätten in diesem Konzept auf abschüssigem Gelände ihr Fahrzeug verlassen müssen.

Zudem wären zwei unübersichtliche Ein- und Ausfahrten zu queren gewesen - keine angenehme Vorstellung für Patienten wie Rollstuhlfahrer Jürgen Vogt, der im April mit Ehefrau Gisela und dem Fahrer des Sanmobils im April bei einem Praxisbesuch demonstrierte, wie aufwändig eine Fahrt zur Zahnarztbehandlung für Bürger mit eingeschränkter Mobilität sein kann.

Institutionen wie dem Sozialverband VdK sind solche Sorgen nicht unbekannt. Michaela Christodoulakis schrieb ihn an - und bekam Unterstützung beim Erhalt des komfortableren Parkplatzes. Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser und einzelne Nachrodter Ratsmitglieder pochten schließlich darauf, die alte Lösung beizubehalten. "Schade nur, dass die Änderung des Bebauungsplans anschließend so still beschlossen wurde", findet die Zahnärztin.

Nicht nur für ihre Patienten, sondern auch die der benachbarten Hausarztpraxis Dr. Matthias Hartig sei der barrierearme Zugang zu den Behandlungsräumen schließlich ein Anliegen. Während der Baustellenphase seien manche nicht dringliche Zahnarzttermine nach hinten verschoben worden. "Wir kommen wieder, sobald es vorbei ist", sagen mir manche Patienten.

Noch ist der Behindertenparkplatz nicht nutzbar, aktuell lagert Baumaterial darauf. Dass ein Ende für den Bau der Zuwegung zum Marktplatz Obstfeld absehbar ist (AK berichtete), sei für alle Gewerbetreibenden im Obstfeld eine Erleichterung. Nicht nur der fließende Verkehr, der innerhalb weniger Meter von Baustellenampel zu Baustellenampel geführt wurde, war eingeschränkt.

"Auch der Baulärm hat uns ganz schön mürbe gemacht”, berichtet die Zahnärztin. Die jüngsten Berichte zur Fertigstellung der Netto-Einfahrt klingen immerhin tröstlich: Wenn alles gut läuft, werden die Bauarbeiten noch in dieser Woche abgeschlossen. ,,Mit einer Ampel weniger ist uns schon geholfen", sagt Michaela Christodoulakis.

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