Zahlen für den Märkischen Kreis

Nachrodt-Wiblingwerde: Doppelgemeinde legt Babyrekord vor

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Gute Daten für die Demografie, deutlich steigende „Babykurve“: Die Zahl der Geburten ist in der Doppelgemeinde weit stärker gewachsen als anderswo.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nordrhein-Westfalen hat bei der Zahl der Neugeborenen im Vergleich zwischen den Jahren 2014 und 2015 zugelegt. Der Märkische Kreis auch – und viele Städte und Gemeinden darin. Aber nirgendwo wurde ein solches Geburtenplus verzeichnet wie in der Doppelgemeinde.

Der Zuwachs, gemessen in Prozent, beläuft sich auf stolze 44,4 Prozent. Das ist zumindest die Spitzenreiter-Position im Kreisgebiet, wenn nicht darüber hinaus. In absoluten Zahlen zeigt eine neue Veröffentlichung des Städte- und Gemeindebundes, dass in der Doppelgemeinde im Jahr 2014 45 Babys zur Welt kamen. 2015 gab es dann 65 Neugeborene – 20 mehr – das ist eine ganze Kindergartengruppe oder eine Schulklasse.

Eine Blick auf die Statistik zeigt, wie unterschiedlich die Zuwachsraten ausfallen: Landesweit gab es im Vergleich 2014 zu 2015 ein Geburten-Plus von 3,5 Prozent. Der Märkische Kreis wuchs schon etwas kräftiger, nämlich um 4,4 Prozent. Im Land gilt Solingen als Stadt mit dem höchsten Geburtenanstieg – dort gibt es 10 Prozent Plus. Ein Anstieg, der von Orten im Märkischen Kreis leicht getoppt wird. Einige Beispiele sind Werdohl, wo sich der Zuwachs auf 26 Prozent beläuft, oder der Nachbar Altena mit einem Zuwachs von 33 Prozent. Neuenrade legt 19,7 Prozent zu. Deutlich schwächer fällt das Plus in den hiesigen Zentren aus. Iserlohn vermeldet 7,5 Prozent mehr Geburten, Lüdenscheid dagegen 3,0 Prozent. Niemand im weiten Umland aber erreicht das 44-Prozent-Plus von Nachrodt-Wiblingwerde.

Rückläufig ist die Zahl der Geburten dagegen in drei Städten. Das sind Menden, Hemer und Balve. In Balve zum Beispiel liegt der Rückgang bei 18 Prozent.

Einen Grund für die Ausnahmeentwicklung in Nachrodt und Wiblingwerde sieht Bürgermeisterin Birgit Tupat in der Attraktivität der Gemeinde. „Es gibt hier viele junge Familien, auch durch Zuzüge“, sagt die Verwaltungschefin. Das habe etwas mit der Lage der Gemeinde, dem Umfeld und dem „tollen Wohnklima“ zu tun.

Dass seit Mitte 2015 auch vermehrt Flüchtlinge in die Gemeinde kamen, dürfte sich in dieser Statistik (2014 zu 2015) noch nicht sehr deutlich ausgewirkt haben, glaubt die Bürgermeisterin. Das Geburtenplus sei sicherlich in den größten Teilen „hausgemacht“. - tk

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