Plakatwände an der B 236 haben Vor- und Nachteile

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Sie sind nicht zu übersehen, die zwei Plakat-Stellwände am Nachrodter Feld.

Nachrodt - „Werbung muss fesseln, begeistern und in Erinnerung bleiben, wenn sie ihre Wirkung erzielen soll“, heißt es auf der Homepage der „Städtewerbung Schnelle GmbH“.

Ob das in Nachrodt klappt? Am Nachrodter Feld hat das Unternehmen, das mit der Gemeinde seit 2002 vertraglich verbunden ist, im Moment unter anderem zwei große Plakatwände aufgestellt, die auf den Hemeraner Treppenlauf und auf die Mendener Kirmes hinweisen.

Tatsächlich kann niemand sie direkt hinter der Brücke an der B236 übersehen. Ebenso tatsächlich sind sie alles andere als schmuck. Auf der Wiese direkt neben dem Spielplatz, der sehr gut angenommen wird, wirken die Plakatwände riesengroß.

Und stehen im Weg – zum Beispiel für die Bauhof-Mitarbeiter beim Rasenmähen, das dann eher einem Zick-Zack-Kurs gleicht. Eher grazil erscheinen da die 15 Wechselrahmen als Werbeträger, die gemeindeweit an vielen Laternen hängen und ebenso von der Städtewerbung betrieben werden. „Reich wird man damit nicht“, sagt Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer über die Gebühr, die die „Städtewerbung“ an die Gemeinde zahlt. Aber der große Vorteil sei, „dass das wilde Plakatieren so gut wie unterbunden ist.“

Und passiert es doch, schreitet nicht das Ordnungsamt der Gemeinde, sondern die „Städtewerbung Schnelle“ ein. Wer auf seine Veranstaltung hinweisen will – am liebsten mit Hingucker-Plakaten, muss sich mit der „Städtewerbung“ in Verbindung setzen.

Der Kunde zahlt entsprechend an das Unternehmen. „Wir machen keine Kundenakquise“, sagt Axel Boshamer. Eigene Veranstaltungen der Gemeinde dürfen laut Deal zweimal im Jahr kostenfrei beworben werben. Da das nicht wirklich viel ist, gibt es jetzt einen Interessenten, der bei Edeka eine Plakatwand aufstellen möchte, auf der sich heimische Vereine präsentieren können.

Interessant dürfte die Frage sein, wie nach dem Bau der neuen Lennebrücke mit den Stellwänden verfahren wird. Wo kommen sie dann hin? Besonders mehr Menschen dürfte aber die Frage berühren, was aus dem Spielplatz wird.

„Er fällt auf jeden Fall nicht weg. Wir sind mit dem Landesbetrieb in Gesprächen, dass der Spielplatz verlegt wird. Es wird nach Möglichkeiten gesucht“, verspricht Axel Boshamer.

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