Obergraben: Alte Brücke abgerissen

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Tiefbauunternehmer Helge Lobbe ist mit der Sanierung des Obergrabens beauftragt.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Sie ist fort. Abgerissen. Drei Tage haben die Arbeiten am historischen Bauwerk gedauert, dann war die Brücke Geschichte. Sie stand schlicht und ergreifend im Weg. Die Arbeiten am Obergraben liegen im Zeitplan.

 „Das war für uns nicht spektakulär“, sagt Tiefbauunternehmer Helge Lobbe, der mit der Sanierung des Obergrabens beauftragt ist. Die alte Brücke wurde früher genutzt, um vom Werkzeugbau bis zur Gießerei Material hin- und herzufahren. Längst bedeutete sie aber nur ein Hindernis für das auslaufende Wasser. „Jetzt gibt es keine Strudel und Nebenströmungen mehr“, sagt Helge Lobbe, der das Turbinen-Auslaufbauwerk fertiggestellt und die Beckenwände aufbereitet hat.

 Das Auslaufrohr hat aufgrund seiner Trompetenform (es weitet sich hinten aus, vorn hat es einen Durchmesser von zwei Metern und hinten eine Breite von sechs Metern) eine Saugwirkung, so dass noch mehr Energie dem Wasser entzogen werden kann. Die Auslaufrohre beschleunigen also das aus den Turbinen auslaufende Wasser.

 Apropos Turbinen: Zwei alte Anlagen, die 1914 in Betrieb gegangen waren und 100 Jahre die Stromerzeugung am Obergraben sicherstellten, sind abgebaut. Eine einzige historische Turbine ist vor Ort geblieben – ebenso die Steuerung, die einen Museumswert hat.

Die neuen Turbinen werden etwa in zwei Wochen in Nachrodt erwartet. Zunächst werden Elektrik und die Steuerung eingebaut – Kabel über Kabel liegen im riesigen Gebäude bereit, aber es wird wahrscheinlich bis Weihnachten dauern, bis das erste Wasser durchlaufen kann. Eine neue Rechenreinigungsmaschine auf der anderen Seite des Gebäudes steht indes schon bereit. Wenn sich Äste, Bäume und Blätter vor dem Gitter ansammeln werden, wird ein „Rechenreinigungsarm“ das Treibgut herausholen und es in eine Ablaufrinne fließen lassen.

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