Nachrodt: Hier gilt absoluter Datenschutz

In Nachrodt-Wiblingwerde wird Datenschutz groß geschrieben. Repro: Bonnekoh

Nachrodt-Wiblingwerde - Keine Frage: Mit Namen, Adressen und weiteren persönlichen Daten werden Geschäfte gemacht. Das weiß auch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Kürzlich hat der Rat deshalb eine neue Verfügung für „Melderegister-Auskünfte“ erlassen.

1. Die Meldebehörde darf, wie es das Bundesmeldegesetz nach Paragraf 50 (BMG) zulässt, Parteien und Wählergruppen bis sechs Monate vor Wahlen von Bürgern Vor- und Familiennamen, Doktorgrad und Anschrift mitteilen. Die Geburtstage bleiben tabu. Spätestens einen Monat nach der Wahl sind diese Daten verbindlich zu vernichten.

2. Mandatsträger, Presse und Rundfunk können Alters- und Ehejubiläen erfragen, und zwar ab dem 70. Geburtstag und jeden fünften weiteren aufwärts. Ehejubiläen sind das 50. und jedes folgende.

3. Adressbuchverlage erhalten auf Anfrage Familiennamen, Vornamen, Doktorgrad und derzeitige Adresse bei Personen ab dem 18. Lebensjahr.

Natürlich haben Bürger das Recht, der Weitergabe ihrer Daten zu widersprechen. Dies gilt sogar ab dem vollendeten 15. Lebensjahr, was der gesetzliche Vertreter allerdings dann bestätigen muss. In Nachrodt ist es Praxis, Alters- oder Ehejubiläen nicht an Adressbuchverlage weiterzugeben. Außer, die Betroffenen haben zuvor schriftlich eingewilligt. Ein Widerspruch ist auch zur Niederschrift – telefonische Mitteilungen reichen nicht aus – im Amtshaus, Hagener Straße 76, möglich.

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