Edeka-Umbau spart Strom

Gähnende Leere in den Regalen des Edeka-Marktes: Vor Beginn der einwöchigen Umbauarbeiten wurde er am Freitagabend komplett ausgeräumt. Foto: Krumm

Nachrodt-WiblingwerdE -  Gähnend leere Regale bestimmen derzeit das Bild im Edeka-Markt in Nachrodt – dort hat ein großer Umbau begonnen. Inhaber Kai Kantimm nimmt einen sechsstelligen Betrag in die Hand, um den Markt technisch auf Vordermann zu bringen.

„Die Fläche wird nicht größer, aber anders aufgeteilt“, erklärte der Einzelhändler die Umbaumaßnahmen. Der Schwerpunkt der Veränderungen gilt aber dem Stromverbrauch des Marktes: Mit monatlich rund 8000 Euro war er bisher drückend hoch. 4000 Euro kostet allein der Betrieb der Gefriertruhen im Monat. Die alten Geräte, die bisher noch mit dem Kühlmittel R 404a betrieben wurden, werden deshalb komplett ausgetauscht gegen neue mit Kohlendioxid als Kühlmittel. Aus 50 Metern Fronten der Gefriertruhen sollen 30 Meter werden. Dafür werden die Geräte aber breiter. Das zentrale Kühlaggregat befindet sich zukünftig in einem kleinen Anbau hinter dem Markt – die einzig sichtbare bauliche Veränderung. Bis zu 40 Prozent Ersparnis beim Stromverbrauch der Kühlung erhofft sich Kai Kantimm von dieser Modernisierung.

16 Kilowatt pro Stunde verbrauchten die 200 Leuchtinseln mit jeweils vier Neonröhren bisher, was sich bei 15-stündigem Betrieb auf tägliche Kosten von etwa 60 Euro summierte. Das macht im Monat 1500 Euro. Nun bauen die Handwerker stromsparende LED-Leuchten in die neuen Deckensegmente ein, um auch diesen Kostenblock zu senken.

Nach dem Abverkauf in der vergangenen Woche rückten am Freitagabend 19 Helfer an, um in einer Nachtschicht die verbliebenen Waren in Kisten zu verpacken. Vieles wurde in Hochseecontainern im Hinterhof des Marktes untergebracht. Dabei fanden sich auch echte „Schätzchen“: In den unteren Regalböden irgendwie nach hinten gerutscht war der Rekordhalter beim Mindesthaltbarkeitsdatum: Oktober 2010. Der ausgeräumte Markt bietet die Chance, Derartiges zu entdecken und entsorgen und zudem alle Regale und die Böden gründlich zu säubern.

Verändert werden auch die Brot- und Backwarenabteilung sowie die Präsentation von Obst- und Gemüse in der Frischeabteilung. Überarbeitet wird das Warensortiment des Marktes – ein Artikel, der nur einmal im Jahr verkauft wird, soll keine Chance mehr haben.

Lobenswert: Was von den Resten jetzt noch essbar, in einer Woche bei der Neueröffnung aber nicht mehr zu gebrauchen ist, holt die Iserlohner Tafel heute ab.

Wiedereröffnet werden soll der Edeka-Markt am Dienstag, 13. Oktober, um 7 Uhr – „in neuem Glanz“, wie Kai Kantimm verspricht. Die ersten 400 Kunden werden mit einer Rose empfangen. Dazu gibt es Eröffnungsangebote.

„Wir haben noch richtig viel zu tun“, sagt Kantimm und ist doch relativ ruhig. Schließlich ist alles gut geplant: Mit der Planung des Umbaus hat er bereits im Januar begonnen. - thk

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