Spektakuläre Rettungsaktion zum Glück nur inszeniert

Die Fuelbecke-Talsperre in Altroggenrahmede war jetzt Übungsort für die Höhenretter der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Fuelbecke-Talsperre war jetzt Schauplatz einer spektakulären Rettungsaktion. Doch zum Glück war alles nur inszeniert, denn es handelte sich um eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde und anderer Rettungsorganisationen.

Sechs Einsatzkräfte, unter anderem von der Feuerwehr der Doppelgemeinde, lassen sich derzeit zu Einheitsführern in der Höhenrettung ausbilden. Eines der fünf Abschluss-Szenarien, die die erfahrenen Höhenretter dafür absolvieren müssen, wurde mit Unterstützung der Stadtwerke Altena in und an der Staumauer der Fuelbecke-Talsperre absolviert.

„Es ist immer wieder was anderes, ob man in 25 Metern Höhe auf einem Übungsgelände übt oder in fast 30 Metern Höhe an der Talsperrenwand hängt und hinter sich diese Wassermassen weiß“, erläutert Michael Kling, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde. Die Fuelbecke-Talsperre sei für die Ausbildung ideal. „Schließlich gehören die Staudämme zum typischen Bild des Märkischen Kreises“, begründete der Gemeindebrandinspektor und stellvertretende Kreisbrandmeister.

Aus Sicht von Gastgeber Marc Bunse, Geschäftsführer der Stadtwerke Altena, ist es eine Selbstverständlichkeit, die Feuerwehrleute bei ihrer Fortbildung zu unterstützen. „Wir pflegen als Versorgungsunternehmen seit jeher einen engen Draht zur Feuerwehr und helfen auch gerne den Löschzügen der Nachbarstädte.“

Schon früh am Morgen wurde es für die sechs Lehrgangsteilnehmer ernst: An der 30 Meter hohen Sperrmauer wurden mehrere Einsatz-Szenarien für die Höhenrettung einer verletzten Person simuliert. Ziel der Übung war es, die erfahrenen Retter noch besser auf mögliche Einsatzsituationen vorzubereiten, in denen sie Verletzte aus Höhen und Tiefen sowie unwegsamem Gelände retten müssen. Axel Manz, Ausbilder der Rettungstruppe der ECMS-Aviations-System aus dem schwäbischen Benningen, schonte seine Lehrlinge nicht und achtete bei der Übung auf jedes Detail. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Die künftigen Einheitsführer mussten im Rahmen der Übung beweisen, dass sie in der Lage sind, Einsatztaktiken zu entwerfen, andere Feuerwehr-Kollegen zu führen und Verletzte sicher aus ihrer Notsituation zu retten.

Bis zum Abschluss ihrer zweiwöchigen Fortbildung müssen die Feuerwehrleute noch weitere simulierte Höhenrettungen absolvieren: unter anderem an einem Windrad, an einer Autobahnbrücke und im Steinbruch.

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