SPD Nachrodt-Wiblingwerde vor Ort:

Erinnern kann traurig machen

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Der SPD Ortsverein Nachrodt-Wiblingwerde war durch Ratsfrau Christiane Lange 6.v.l. Lotte Glasow, Ratsfrau Susanna Jakoby, Michael Scheffler MdL und Ratsherr Aykut Aggül, vertreten.

Nachrodt-Wiblingwerde - Im Herbst und Winter müssen die Mitarbeiter der Suchthilfeeinrichtung auf Gut Sassenscheid besonders viel einfallen lassen, denn das ist die Zeit für Depressionen – und denen wollen sie mit allen Mitteln entgegen wirken.

„Wir bieten viele Aktionen an, die die Stimmung wieder heben sollen“, erklärte Uwe Eulenberger. Er leitet vorübergehend die Einrichtung des Deutschen Ordens, da die eigentliche Leitung länger krank ist. Besonders je mehr es Richtung Weihnachten ginge, sei die Arbeit kompliziert. Denn das sei traditionell die Zeit der Erinnerungen. „Viele denken darüber nach, wie sie früher Weihnachten feierten, ziehen sich dadurch sehr zurück. Das versuchen wir durch Einzelgespräche aufzufangen, damit aus Nachdenklichkeit keine Depression wird“, sagte Eulenberger. Aber auch Besuche seien immer eine willkommene Abwechslung.

Höhepunkt im Alltag

 Am Freitagnachmittag, 28. Oktober,  beispielsweise kamen Mitglieder der SPD und der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler. Mit einer Stunde Verspätung trafen sie am Sassenscheid ein – ganz zur Freude der Bewohner, für die so ein Besuch ein echter Höhepunkt im Alltag ist. „Die SPD kommt tatsächlich sehr regelmäßig. Nicht immer in so einem großen Rahmen, das ist eher eine Sache, die einmal im Jahr passiert, aber normale Besuche finden schon so drei bis vier Mal“, freut sich Eulenberger. Auch für ihn sind Besuche wie diese wichtig: „Dann kann man noch einmal hinterfragen, was Gesetzesänderungen wirklich für unsere Einrichtung bedeuten.“ Um dem tristen Alltagsgrau zu

Häufig Ausflüge

entfliehen, stehen auch häufig Ausflüge auf dem Programm. Beispielsweise geht es ins Warmwasserbecken des Seilerseebades. Das warme Wasser tue nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Vor Weihnachten freuen sich die Bewohner auf einen Besuch im Restaurant. Chinesisch steht dieses Jahr auf dem Programm. „Das ist schon etwas ganz Besonderes für unsere Leute: Buffet, fremde Umgebung und alle gemeinsam“, erklärte Eulenberger. Das Fest

Weihnachten ganz ruhig feiern

Weihnachten selbst feiere man dann eher ruhig. Heiligabend wird eine Geschichte vorgelesen. An den Weihnachtstagen gibt es ein festliches Essen und ein gemeinsames Kaffeetrinken. „Dann können auch die Angehörigen kommen, wobei die meisten hier keine Angehörigen haben oder keinen Kontakt zu ihnen“, sagte der Leiter.

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