Restmülltonne von Hildegard Falterbaum zum fünften Mal verschluckt oder geklaut

Nachrodt: Wenn die Mülltonne spurlos verschwunden ist...

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Die Restmülltonnen von Hildegard Falterbaum kommen immer wieder abhanden.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich trenne auch im Auto Müll. Flaschen werfe ich links, Dosen rechts aus dem Fenster“, hat Harald Schmidt angeblich mal gesagt. Auf so eine Idee würde Hildegard Falterbaum im Leben nicht kommen.

Ihre Tonnen für jeglichen Müll stehen in Reih und Glied neben der bunt-bemalte Garage. Da gehören sie hin. Eigentlich immer. Aber eine geht immer wieder verloren: die Restmülltonne. Entweder wird sie verschluckt oder geklaut. „Ich habe mich fürchterlich aufgeregt“, sagt Hildegard Falterbaum. 

Wer klaut Mülltonnen?

Und wenn die Sachlage nicht so nervig wäre, würde sie auch laut lachen können. Aber mittlerweile ist ihre Restmülltonne das fünfte Mal abhanden gekommen. Erst letzte Woche war das gerade mal zwei Tage alte 60-Liter-Gefäß wie vom Erdboden verschluckt. Dabei hatte die Tonne nach der Leerung noch an der Bachstraße gestanden. Aber wer klaut Mülltonnen? Wer stellt sich diese vielleicht bepflanzt in den Garten? 

„Also auf die Lauer lege ich mich nicht. So ein Quatsch mach ich nicht. Dafür habe ich auch keine Zeit“, sagt die 63-Jährige. Besonders lästig ist auch die Tatsache, dass Hildegard Falterbaum nicht weiß, wohin mit dem Müll, wenn der graue Behälter mal wieder weg ist. Sie bekommt zwar immer recht zügig nach ein paar Tagen eine neue, aber letztlich steht sie da mit „ihrem Abfall.“ 

"Packe den Müll in Säcke"

Im Moment wohnt ihr Sohn mit Familie mit im Haus, da in seiner Wohnung ein Wasserschaden ist. Und das kleinste Enkelkind benötigt noch Pampers. Mit anderen Worten: Es fällt mehr Müll an als normal. Und die Leerung ist nur 14-tägig. „Ich packe dann den Müll in Säcke. Zum Glück gibt es eine Garage“, sagt Hildegard Falterbaum. 

Man könnte sagen: Die Lage stinkt zum Himmel. Ob alle fünf Falterbaum-Mülltonnen an der Bachstraße geklaut worden sind, ist indes nicht klar. Möglich ist auch, dass auch bei der Abfuhr etwas schiefgegangen ist. 

Manchmal, so sagt Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer, könne es sein, dass der Greifarm des Müllwagens die Tonne beim Anheben nicht richtig zu fassen bekomme. „Dann kann die Tonne schon mal direkt in den Container fallen. Man kann sie aber nicht mehr rausholen, weil es dort ein Presswerk gibt.“ 

Verschwunden bleibt verschwunden

Dass das passiert, ist nicht unbedingt eine absolute Seltenheit und trifft auch nicht nur die Tonnen von Hildegard Falterbaum. Aber in dieser Häufigkeit? Zudem: verschwunden bleibt verschwunden. Und mindestens zwei Tonnen waren nach der Leerung noch an der Straße. „Ich kann aber weder etwas gegen die Gemeindeverwaltung noch gegen Lobbe sagen“, stellt Hildegard Falterbaum klar. „Aber die halten mich doch bestimmt schon für bescheuert“, schmunzelt die Familientherapeutin. 

Ihr geht das Müllthema selbst auf die Nerven. Dass ihr jemand übel mitspielen will, kann die Nachrodterin nicht glauben. „Ich wüsste nicht warum.“ „Vielleicht können die Nachbarn mithelfen und wenn sie die Tonne nach der Leerung sehen, bis ans Haus zurückziehen“, schlägt Axel Boshamer vor. Dort, an der Garage, hat sich noch niemand an den Tonnen „vergriffen.“

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