Schmähbrief trübt Freude über Open-Air-Erfolg

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Die Besucher des Open-Air-Konzertes in Rennerde hatten ihren Spaß, bei den Veranstaltern blieb jedoch ein bitterer Nachgeschmack.

Nachrodt-Wiblingwerde - Viel positive Resonanz haben Gisela Gundermann und Norbert Grebe auf das erste Open-Air-Konzert am Café Klunterbunt bekommen. Ein Schmähbrief hatte den Gastgebern am Samstag allerdings schwer im Magen gelegen. Darin sind bösartige Beleidigungen gegen Gisela Gundermann formuliert. Sie und Norbert Grebe gehen allerdings in die Offensive.

Mit Kritik wissen die Betreiber des Cafés Klunterbunt umzugehen. Noch in der Entstehungsphase wurde der kleine Gastronomiebetrieb manches Mal belächelt und die Betreiber mit ihren unkonventionellen Ideen auch. Doch Ärger hat es bislang nie gegeben. „Auch vor dem Konzert haben uns ein paar wenige Nachbarn im Dorf gesagt, dass sie von der Idee nicht viel halten. Die sind aber am Samstag gekommen, haben sich wohlgefühlt und hinterher gesagt, dass sie sich in ihrer Einschätzung wohl geirrt hatten. Das hat uns sehr gefreut“, berichtet Gisela Gundermann.

Solch offene Worte hat sie stets geschätzt. Der anonym verfasste Brief, der ihr am Samstagmittag per Post ins Haus flatterte, verärgert sie jedoch. Hetze gegen Nachbarn wird ihr darin unterstellt, zudem spricht ihr der unbekannte Verfasser die Missachtung seitens der ganzen Dorfgemeinschaft aus. Der am Computer und im schlechten Deutsch verfasste Brief gipfelt in vulgären persönlichen Beleidigungen und bösen Wünschen für das Konzert. „Da haben auch die Polizeibeamten geschluckt, als sie das gelesen haben“, schildert Gisela Gundermann. Die Beleidigungen und Unterstellungen wollen weder sie, noch Norbert Grebe auf sich sitzen lassen. Der Brief haben sie im Infokasten des Dorfes ausgehängt und weitere Kopien mit Hinweis auf Art der Zustellung in Umlauf gebracht. „Wir möchten wissen, wer dahinter steckt. Denn wir möchten ein offenes Wort“, sagen beide übereinstimmend.

Mit dem Premierenkonzert am Samstag sind beide aber doch glücklich geworden: „Es war ein richtig schöner Abend, das haben uns auch viele unserer Gäste versichert und um eine Wiederholung im nächsten Jahr gebeten.“ Nicht nur Gäste aus der Dorfgemeinschaft, sondern auch aus dem alten Dorf Wiblingwerde, dem Neubaugebiet, aus Nachrodt und Letmathe konnten angesprochen werden mit dem Musikangebot. „Vorbei war’s erst um 2 Uhr morgens, als die Live-Musiker schon längst eingepackt hatten“, schildert Norbert Grebe. Auch für die Wiblingwerder Kindergärten sei durch den Verkauf von Speisen und Getränken eine ordentliche Summe zusammengekommen, die nach Endabrechnung mit dem Getränkelieferanten gespendet wird.

Einer Wiederholung stehe generell nichts im Wege. „Mit Beleidigungen oder Anschuldigungen im Rücken geht das aber nicht ohne weiteres. Deshalb haben wir den Brief auch öffentlich gemacht, in der Hoffnung, den Verfasser zu finden und mit ihm sprechen zu können“, erklären Gundermann und Grebe. Beide hoffen nun, dass die unangenehme Angelegenheit friedlich aus der Welt zu schaffen ist.

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