Sportschützen müssen genauer auf’s Geld schauen

Fritz Rothe (2. v. r.) war erfolgreichster Schütze im Jahr 2014. Ihn wählte die Versammlung zum Sportwart. Sein Stellvertreter bleibt Theo Kollias (2. v. l.) . Unterstützt wird der Vorstand von Kassiererin Ute Rothe (l.), Otto Rudolph (r.) wird die Kasse prüfen.  Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Auf die Beitragsentwicklung im Schießclub Nachrodt-Wiblingwerde hatte sich die 2013 eingeführte Sportstättennutzungsgebühr bislang nicht ausgewirkt. Ein langjähriges Vereinsmitglied hatte die 360 Euro im Jahr übernommen, um den Mitgliedern zusätzliche Belastungen zu ersparen. Der Förderer ist nun verstorben und eine Beitragserhöhung wird unumgänglich.

Darauf verständigten sich am Dienstagabend die 17 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung. Wie hoch der an die Vereinsbedürfnisse angepasste Beitrag ausfallen wird, wird der Vorstand in Kürze besprechen und anschließend die Mitglieder über die weiteren Schritte informieren.

Nennenswerte Rücklagen wird der Schießclub trotzdem kaum bilden können. Von derzeit 48 Euro Jahresbeitrag, den jedes der 22 Mitglieder entrichtet, entfallen aktuell 17 Euro pro Person an die Gemeinde, um die Sportstättenabgabe abzudecken. Auch die zu zahlenden Beiträge an den Schießsportverband sind enorm. Um sich nicht zu verschulden, haben die Mitglieder deshalb beschlossen, für Munition und Reparaturen an Gewehren zukünftig selbst aufzukommen. „So müssten wir dann irgendwie über die Runden kommen“, erklärt Vorsitzende Annegret Klatt im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. „Das ist auch unser Ziel. Der Sportbetrieb und das Vereinsleben sollen weitergehen können.“

Nach einem sportlich guten bis durchwachsenen Jahr stehen die Sportschützen aus der Doppelgemeinde aktuell wieder gut da: „Unser Training läuft super. Ich bin zuversichtlich, dass uns die neue Saison viel bringen wird“, sagte Klatt.

Fritz Rothe war erfolgreichster Schütze im Jahr 2014. Ihn wählte die versammlung wieder zum Sportwart. Sein Stellvertreter bleibt Theo Kollias. Im Amt bleibt auch Kassiererin Ute Rothe. Otto Rudolph wird die Kasse prüfen.

Fritz Rothe, Otto Rudolph, Peter Repke und Gunnar Kramors hob Annegret Klatt als fleißigste Trainingsteilnehmer hervor. Für seine vielfältigen Erfolge bei Kreis- und Landesmeisterschaften und Rundenwettkämpfen wurde Stefan Herbel zum Schützen des Jahres gekürt. Er konnte an der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen, deshalb soll ihm diese Auszeichnung in Kürze nachgereicht werden. Die nächste Gelegenheit für die Sportschützen, die sportlichen Erfolge auszuweiten, besteht am 14. Juni bei den Kreisseniorenmeisterschaften. Und im September und Oktober sucht der Schießclub dann wieder seinen eigenen Vereinsmeister auf dem Schießstand an der Lennehalle.

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