Brettken-Ensemble sucht nächste Herausforderung

So schwach wie die Premierenvorstellung waren die übrigen Aufführungen der Komödie „TV-Nonstop“ nicht besucht. Insgesamt kamen rund 400 Besucher. Foto: Krumm

Nachrodt-Wiblingwerde - Sechs Aufführungen der Komödie „TV-Nonstop“ hat das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt gerade erst hinter sich gebracht. Die Truppe um Regisseur Dr. Michael Podworny ist schon wieder voller Tatendrang und möchte das nächste Projekt angehen.

Von Volker Griese

„Schon beim Abbau der Kulissen haben wir darüber gesprochen, was wir denn als nächstes spielen könnten“, berichtete Podworny von guter Stimmung in der Laienspielgruppe.

Die war sicherlich auch durch den relativ guten Erfolg des vorangegangen Stückes entstanden, das etwa 400 zahlende Zuschauer gesehen hatten. Dabei hatte die Saison gar nicht so vielversprechend begonnen: „Bei der Premiere hatten wir die zweitschlechteste Besucherzahl unserer 40-jährigen Geschichte“, blickte der Regisseur zurück.

Bei den folgenden fünf Aufführungen waren die Zuschauerreihen aber meistens gut gefüllt. „Wir hatten diesmal relativ viele jugendliche Besucher, unter anderem eine ganze Gruppe der Sekundarschule“, freute sich Podworny über den Zulauf junger Theaterfans.

„Wir brauchen ja auch irgendwann einmal Nachwuchs“, hofft er darauf, dass sich der eine oder andere mit dem Theatervirus infiziert haben könnte.

Nicht nur im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens möchte die Theaterfgruppe aus der Doppelgemeinde nämlich noch weitere Projekte angehen. Für die Herbst- oder Winterzeit ist noch die Aufführung eines Märchens geplant.

„Wir werden uns jetzt auf die Suche nach einem geeigneten und attraktiven Stück begeben“, kündigte Podworny an und skizzierte auch schon das Anforderungsprofil: Nach mehreren orientalischen und klassischen Märchenaufführungen dürfe es jetzt auch einmal ein etwas moderneres Stück sein. Und weil es Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren ansprechen, aber auch Erwachsene unterhalten solle, müsse der Erzählstoff auch facettenreich sein.

Bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juni soll das Stück gefunden sein, dass die Brettken-Akteure in Lennehalle aufführen werden. Die Ferien selbst will das Ensemble dann schon nutzen, um die ersten Rollen zu besetzen.

Um welches Stück es sich handelt, könnte nach Vorstellung von Dr. Michael Podworny dann im Rahmen eines kleinen Sommerfest nach den Ferien öffentlich bekannt gegeben werden. Das könnte auch den Rahmen bieten, einer breiten Öffentlichkeit die neuen Räume des Amateurtheaters um Haus Hagener Straße 96 vorzustellen.

Es wird deutlich, dass die Laienschauspieler viel Zeit und Arbeit in ihr Hobby stecken, mit dem sie auch anderen Freude schenken und unterhaltsame Stunden bescheren wollen. „Aber wir machen das gerne, denn derzeit entwickelt sich bei uns etwas“, versichert Podworny mit Blick auf einige neue Mitwirkende vor und hinter den Brettken-Kulissen.

Die Vorstellung, dass das Amateurtheater seine Arbeit nach 40 Jahren einstellen müsste, weil es an Darstellern und Helfern fehlt, würde dem Regisseur auch überhaupt nicht gefallen. „Wir können das doch nicht verkümmern lassen. Wir haben ja auch eine soziale und kulturelle Verantwortung, die wir weitertragen wollen“, sagt er.

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