Spielplatzpaten suchen Lagermöglichkeit für Geräte

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Marc Trappe erklärt den Spielplatzpaten die Funktionsweise des Freischneiders.

Nachrodt-Wiblingwerde - Seit fast zwei Jahren kümmern sich in Wiblingwerde ehrenamtliche Helfer um die Pflege des Spielplatzes am Niggenhuser Hof. Bisher hat das gut funktioniert, doch jetzt stehen die Spielplatzpaten vor einem Problem.

„Vorsicht! Wenn der Freischneider an ist, darf kein Kind mehr auf dem Spielplatz sein.“ Marc Trappe, Vorarbeiter beim Bauhof, erklärte am Mittwoch den richtigen Umgang mit Freischneider, Rasenmäher und Co. Seine Schüler waren nicht etwa Gartenneulinge, sondern gestandene Männer und Frauen der Christlichen Versammlung. Einmal im Jahr treffen sie sich am Wiblingwerder Bauhof zu einer Unterweisung, denn die Mitglieder pflegen ehrenamtlich den Spielplatz Niggenhuser Hof.

„Wir haben uns irgendwann einmal gedacht, dass wir nicht nur predigen, sondern auch aktiv etwas tun möchten. Wir wollten uns für den Ort engagieren“, erklärte Horst Peter Hohage von der Christlichen Versammlung. Er suchte den Kontakt zur Gemeinde und fragte nach, wo Hilfe gebraucht würde. „Bei der Feuerwehr und auf dem Spielplatz, lautete die Antwort. Natürlich konnten wir schlecht alle zur Feuerwehr gehen und so wurde es die Patenschaft für den Spielplatz“, erinnerte er sich. Seither sorgen die Christen für Ordnung. Sie räumen Müll weg, kontrollieren die Spielgeräte, mähen den Rasen und schneiden die Büsche. Bis zu zwei Stunden investieren sie pro Wochenende. Und die Arbeit in der Gemeinschaft bereite ihnen Freude. „Es ist einfach schön, etwas Sinnvolles zu tun und zu sehen, wie viel Spaß die Kinder dort haben“, sagte Hohage.

Allerdings ist die gute Laune bei den Ehrenamtlern derzeit etwas getrübt, denn sie haben ein großes Problem. Bisher waren sie relativ flexibel. Die Mitarbeiter des Bauhofs brachten die Geräte am Freitagnachmittag nach Feierabend am Niggenhuser Hof vorbei. Dort wurden sie in einer Garage gelagert. Die Ehrenamtler konnten so spontan und flexibel entscheiden, wann sie am Wochenende arbeiten wollten. Wenn sie Zeit hatten, holten sie sich die Geräte, am Montagmorgen sammelte der Bauhof sie wieder ein.

„Das geht jetzt leider nicht mehr so leicht. Der Besitzer der Garage ist umgezogen. Daher können wir sie nicht mehr nutzen“, sagte Hohage. Deswegen würden die Geräte derzeit übers Wochenende bei einem Mitglied in Nachrodt gelagert. Das sei allerdings eigentlich zu weit entfernt.

Hinzu komme, dass Freischneider und Rasenmäher nicht in jedes Auto passen. „Wir wollen die Pflege unbedingt weiter machen. Daher suchen wir ganz dringend jemanden, der uns eine Garage oder ein Gartenhaus anbietet, in dem wir übers Wochenende alles lagern können. Am besten natürlich irgendwo in der Nähe des Niggenhuser Hofes“, sagte Hohage. Viel Platz werde dafür eigentlich gar nicht benötigt. Jedoch könne die große Anlage mit Schaukeln, Rutsche, Klettergerüst und Krabbelrohr unmöglich mit Geräten aus dem heimischen Garten gepflegt werden. Profiausrüstung sei erforderlich.

Wer einen Platz anbieten könnte, oder selbst Interesse daran hat, eine Patenschaft für einen Spielplatz zu übernehmen, kann sich an Sebastian Putz von der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde wenden. Er ist zu den Öffnungszeiten des Amtshauses unter Tel. 0 23 52/9 38 30 oder per E-Mail (s.putz@nachrodt-wiblingwerde.de) erreichbar.

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