Pflegenden Angehörigen muss gezielt geholfen werden

Wenn Angehörige pflegebedürftig sind, ist oft die ganze Familie eingebunden. Doch auch Pflegende selbst bedürfer der Hilfe. Foto: dpa

Nachrodt-Wiblingwerde - Wie viele Familien in der Doppelgemeinde direkt betroffen sind, ist nur abzuschätzen. Doch auch vor Ort ist das Thema „Pflegende Angehörige“ täglich präsent.

Jetzt nimmt sich die Gemeindebücherei des Themas an. Das Team um Gabriele Beil hat für Montag, 7. März, 17 bis 18.30 Uhr, einen kompeteten Fachmann in die Gemeindebücherei eingeladen. Gesundheitsexperte Ulrich Berger wird dann wertvolle Tipps geben können. Etwa über die Leistungsverbesserungen, die Kranke, ganz besonders aber ihre pflegenden Angehörigen, zum Beispiel im Rahmen der Tages- und Nachtpflege und der so genannten Wohnungsanpassung erhalten können. Das letztgenannte steht für so einfache Hilfsmittel wie zum Beispiel die Erhöhung eines WC-Deckels und vieles mehr.

Immer wieder ein Thema, auch in Nachrodt: Die Pflege bindet oft Familienangehörige dermaßen, dass sie kaum ihr eigenes, normales Leben führen können. Dafür gibt es aber Angebote wie die Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege. Grundlage des Vortrages, bei dem natürlich ein Nachfragen immer wieder möglich ist, ist die Verabschiedung des so genannten 1. Pflegestärkungsgesetzes. Es ist nunmehr 13 Monate in Kraft. Zur Finanzierung wurde der paritätische Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Zwei Drittel der höheren Beitragseinnahmen werden zur Finanzierung von Leistungsverbesserungen und der Dynamisierung der Leistungen verwandt, das restliche Drittel zum Aufbau eines so genannten Pflegevorsorgefonds, der künftige Beitragssteigerungen abmildern soll. Der Besuch der Veranstaltung ist natürlich kostenlos.

Wo bekomme ich Hilfe bei der Pflege?

Gemeindebücherei, Montag, 7. März, 17 bis 18.30 Uhr

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