Mann aus Budapest wählt Notruf in Nachrodt-Wiblingwerde

Lkw-Fahrer eingeklemmt zwischen Leitplanke und Berg

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Festgefahren...

Nachrodt-Wiblingwerde - „So weit hat es noch niemand geschafft.“ Das mussten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs und des Abschleppunternehmens zugeben. Immer mal wieder gibt es im Bereich Lahmer Hase/Obernahmer Land Probleme mit Lkw. Doch am Montag gegen 9 Uhr standen die Helfer vor einem besonders kniffeligen Fall.

Mehr als drei Stunden dauerte es, das Fahrzeug zu befreien. Der Fahrer aus Budapest wollte mit seinem mit Stahl beladenen Lastwagen nach Hagen. Sein Navigationsgerät schickte ihn von der Autobahnabfahrt Lüdenscheid-Nord über Wörden hinab ins Tal. Bis zur letzten scharfen Rechtskurve hatte es der Fahrer geschafft, aber dann ging wirklich nichts mehr.

Alle Versuche, das für die kleine Straße riesige Fahrzeug um die enge Wendung zu manövrieren, machten die Lage noch komplizierter. Als er eingeklemmt zwischen Leitplanke, Abhang und Berg keine Lösung mehr sah, wählte er den Notruf.

 Ein Spezial-Abschleppunternehmen und der Bauhof mussten anrücken. „Die Leitplanke war völlig zerstört, hatte sich wie ein Bremsklotz vor die Reifen geschoben“, erzählt ein Mitarbeiter des Baubetriebshofs. Ein Glück für den Lastwagenfahrer. Ohne den Schutz aus Stahl wäre der Lkw möglicherweise noch den Abhang hinunter gestürzt.

 Mit einer Seilwinde, die an dem Abschlepper befestigt war, konnte der Lkw gesichert und schließlich wieder auf die Straße gesetzt werden. Millimeter um Millimeter wurde das Fahrzeug befreit. Die Straße blieb während der Arbeiten komplett gesperrt. Nun muss zunächst die Leitplanke repariert werden. Den Fahrer erwartet laut Polizei nun ein Verwarngeld. Auch an dem Fahrzeug entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden. Der Lkw war aber noch fahrbereit.

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