2500 Euro für die Flüchtlingshilfe

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Lutz Borgolte (2.v.l.) überreichte die Spende an die Mitglieder der Flüchtlingshilfe

Nachrodt-Wiblingwerde - Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern? So viele gute Dinge kann die Flüchtlingshilfe Nachrodt-Wiblingwerde mit der Spende auf die Beine stellen, die Lutz Borgolte überreichte. Mit einem Scheck in Höhe von 2500 Euro kam der Repräsentant der Krombacher Brauerei zur Kleiderkammer – und wurde dort von Susanne Jakoby, Birgit Schulte-Pinto und Werner und Brigitte Tetzlaff empfangen.

Dass die Nachrodter Flüchtlingshilfe im Rahmen der jährlich stattfindenden Spendenaktion der Krombacher Brauerei bedacht wurde, war kein purer Zufall. Birgit Schulte-Pinto hatte das Engagement ins Rennen geschickt und im November ein Bewerbungsschreiben im Online-Portal aufgesetzt. „Mein Mann und ich sind im Krombacher-Club, so dass wir per Mail von allen Neuigkeiten erfahren. So haben wir auch von der Spendenaktion gehört.“ Im April kam plötzlich die freudige Nachricht – „da hatte ich es schon wieder ganz vergessen“, schmunzelt Birgit Schulte-Pinto.

 Dass die Flüchtlingshilfe Nachrodt-Wiblingwerde aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Flüchtlingen in der Gemeinde mit Rat und Tat beiseite zu stehen, hat die Krombacher Brauerei beeindruckt – ebenso das Engagement in der Kleiderkammer, das Begegnungscafé, die vielen Paten und die Sprachkurse.

 Bis 2003 war es in Krombach Brauch, den Kunden zu Weihnachten einen sogenannten Jahreskrug zu schenken. „Diese nicht mehr zeitgemäßen Glückwünsche wurden zugunsten der sogenannten Krombacher Spendenaktion aufgegeben, die seitdem ein fester Bestandteil des Engagements im sozial-karitativen Bereich ist“, sagt Lutz Borgolte, der aber auch nicht verschweigt, dass der eine oder andere Gastronom, der früher bedacht wurde, doch noch gern einen Krug hätte.

„Der Inhaber hat das letzte Wort“ Unter dem Motto „Spenden statt Geschenke“ steht aber jetzt Jahr für Jahr eine Gesamtspende zwischen 180000 und 250000 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird in Spenden à 2500 Euro für den Gastronomie- und Handels-Außendienst aufgeteilt. „Und der Inhaber hat selber das letzte Wort, wer das Geld bekommt“, erzählt Lutz Borgolte.

Die 2500 Euro für die Nachrodt-Wiblingwerder Flüchtlingshilfe sind gedanklich schon fast ausgegeben. Denn das Geld wird benötigt – vor allem in der Kleiderkammer, wo zum Beispiel Neuankömmlinge ein Haushaltspaket – von der Zahnbürste bis zum Toilettenpapier – bekommen. „Damit sie, bis sie sich zurecht gefunden haben, erst einmal das Nötigste haben“, sagt Werner Tetzlaff. Bollerwagen für den Einkauf „Und alles, was nicht gespendet wird, kaufen wir zu“, erklärt Susanne Jakoby die Wichtigkeit von Bargeld. „Manchmal haben wir viele Kochtöpfe, aber keine einzige Bratpfanne.“

Die Spende soll aber auch zum Beispiel für Reparaturmaterial für die Fahrräder ausgegeben werden. „Wir brauchen oft neue Reifen oder ein neues Beleuchtungssystem“, berichtet Werner Tetzlaff. Die Idee ist zudem, ein paar Bollerwagen anzuschaffen. Gegen eine Kaution könnten Flüchtlinge diese dann ausleihen und zum Einkaufen benutzen. Denn die Schlepperei per Fahrrad oder im Kinderwagen, der dann zusammenbreche, sei oft sehr mühsam.

Apropos Kinderwagen: Im Moment sind drei Frauen schwanger. „Da schauen wir auch im Werkhof oder im Second-Hand-Laden, ob wir Kinderwagen bekommen können“, so die Kleiderkammer-Verantwortlichen. Die Flüchtlingshilfe Nachrodt-Wiblingwerde plant auch ein Sommerfest – wahrscheinlich in und an der Kleiderkammer für das Miteinander von Flüchtlingen und Bürgern. Der Termin dazu steht aber noch nicht fest.

Über die Spende – die bislang größte für die Flüchtlingshilfe – freuen sich alle sehr. Aber natürlich auch über kleine und ganz kleine Beträge. „Und wenn wir denken, es kommt weniger, dann kommt wieder etwas“, spricht Susanne Jakoby einen Dank an alle aus. Seit 2003 konnten durch das Krombacher Engagement 1062 Institutionen und Organisationen unterstützt werden. Insgesamt wurden bisher insgesamt rund 2,677 Mio. Euro durch die Krombacher Mitarbeiter im Außendienst überreicht.

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