Kriminelle haben es schwerer in der Gemeinde

Der Überfall auf die Sparkasse in Nachrodt am 25. Februar war die spektakulärste Straftat im Jahr 2014. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Raubüberfall auf die Nachrodter Sparkassen-Filiale im Februar war die Ausnahme. Insgesamt ist die Zahl der Straftaten, die im Jahr 2014 in der Doppelgemeinde verübt worden sind, rückläufig. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die die Kreispolizeibehörde am Mittwoch vorgelegt hat.

Von Volker Griese

Natürlich war der Bankraub aus Kriminalistensicht für die Gemeinde das herausragende Ereignis im vergangenen Jahr. Allerdings konnte er aufgeklärt werden, der Täter ist inzwischen rechtskräftig verurteilt. Daneben gab es aber noch genau 199 andere Straftaten, die die Polizei ebenfalls beschäftigt haben. Fast jede zweite Tat (47 Prozent) konnte aufgeklärt werden. Damit ist nicht nur die Zahl der Delikte gegenüber dem Jahr 2013 um zwölf (5,7 Prozent) gesunken, gleichzeitig ist auch die Aufklärungsrate um 2,7 Prozent gestiegen. Die Zeiten werden also härter für Kriminelle in der Doppelgemeinde.

Gesunken ist vor allem die Zahl der schweren und gefährlichen Körperverletzungen: von sieben im Jahr 2013 auf nur noch vier im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Rückgang von 42,9 Prozent. Alle konnten übrigens aufgeklärt werden, was ebenso für die übrigen Körperverletzungen (14 gegenüber 22 im Jahr 2013) gilt. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Diebstähle (-10,7 Prozent), insbesondere der Wohnungseinbruchdiebstähle, die von 20 auf zwölf Fälle zurückgegangen sind (- 40 Prozent).

Die Zahl einiger Straftaten ist aber auch gestiegen. So gab es zum Beispiel neun Fälle von Computerkriminalität (2013: sechs). Auch Rauschgiftdelikte haben zugenommen: von vier auf neun.

Drei Viertel der insgesamt 95 ermittelten Tatverdächtigen waren 21 Jahre oder älter, etwas mehr als acht Prozent waren jünger als 14 Jahre. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl, das Verhältnis von Straftaten zu Einwohnerzahl, beträgt in Nachrodt-Wiblingwerde 3073; für den gesamten Märkischen Kreis ist sie mit 6204 mehr als doppelt so groß.

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