„Opfer sein ist schlimm“

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Das World Wide Web – Kriminalhauptkomissar Uwe Kunold macht die gefährlichen Seiten des Internets deutlich.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Internet ist eine interessante Sache und ich finde es auch gut“, begann Kriminalhauptkomissar Uwe Kunold seinen Vortrag über Cyber-Mobbing. Aber das World Wide Web habe nicht nur schöne Seiten.

Was kann ich tun, wenn mir etwas im Internet passiert? An wen kann ich mich wenden? Gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen der Klasse 6a der Sekundarschule erarbeitete er die wichtigsten Informationen über das Datennetzwerk.

Jedes Jahr besucht Uwe Kunold vom Komissariat für Kriminalpräventionen und Opferschutz der Kriminalpolizeit des Märkischen Kreises die elf- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen, um ihnen das Thema Mobbing im Internet näher zu bringen.

„Die Schule und die Eltern müssen dabei an einem Strang ziehen“, weiß Thomas Mölle, Schulsozialarbeiter der Sekundarschule. In weiteren Seminaren im siebten Schuljahr lernen die Schüler Allgemeines über das Thema „Mobbing“. „Es ist bei uns nicht nur eine Eintagsfliege“, so der Sozialarbeiter. Der Inhalt werde immer wieder aufgegriffen.

Uwe Kunold macht die Kinder zunächst mit Begriffen wie Router, Provider und IP-Adresse vertraut. Mit Fragen bringt er die Schüler zum Nachdenken. „Wer von euch nutzt das Internet?“ Wie erwartet, schnellen alle Hände nach oben. Auf WhatsApp und Instagram sind die meisten aktiv. „Ich bin begeistert“, sagt Kunold überraschend. Aber wieso? „Alles Opfer hier“, scherzt er. Mit dieser Aussage bezieht er sich auf die Fotos der Kinder, die sie online in den sozialen Netzwerken hochgeladen haben. „Opfer sein ist ganz schön schlimm“, macht er deutlich.

Anschließend geht Uwe Kunold auf die Gesetzgebung ein und verblüfft die meisten Anwesenden. „Ab wann darf man WhatsApp nutzen?“ Die Schüler sind sich uneinig. „Ab 16 Jahren.“ Man gehe beispielsweise bei Facebook einen Vertrag ein, indem man die Geschäftsbedingungen akzeptiert. Man sei aber erst ab 18 Jahren vertragsfähig. „Eltern haben häufig gar keine Ahnung, was ihre Kinder im Netz überhaupt machen“, weiß Kunold. Daher wurde auch ein Elternabend zu diesem Thema organisiert.

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