Blitzer in Nachrodt wird eine Hightech-Anlage

Nachrodt-Wiblingwerde - Schier aus dem Nichts bremst der Vordermann von 70 Stundenkilometern auf gute 35 runter. Da rettet nur noch eine Vollbremsung. Auf der B236 in Höhe der Einsaler Walzwerke ist es mehrmals täglich mehr als knapp. Der Grund: Seitdem die Bauarbeiten abgeschlossen sind, sind entlang der Walzwerke „50 km/h“ angesagt. Das Besondere: Das entsprechende Tempolimit-Schild steht direkt neben dem Blitzer.

Aus Richtung Altena kommend, ist das Schild relativ früh zu sehen, dennoch in Kombination mit dem Blick auf den Geschwindigkeitsmesser kommt es im Bereich Helbecke immer wieder zu heftigen Bremsmanövern. „Ich sehe da kein Problem. Die Autofahrer sehen doch das Schild. Dann sollte dort auch 50 gefahren werden. Das sind die Regeln und wer sie befolgt, muss auch nicht schlagartig abbremsen“, sagte Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Der Kreis ist für den Betrieb der Blitzanlage verantwortlich. „Ich kenne die Strecke selber sehr gut und sehe kein Problem in der Beschilderung“, so Klein weiter.

Auch Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW sieht keinerlei Grund zur Aufregung.Er sagt: „Wer angepasst fährt, hat keine Probleme.“ Daher sei derzeit nicht geplant, das Schild zu versetzen. Zudem sei die Anlage derzeit außer Betrieb und könne gar nicht blitzen. Die Kontaktschleifen im Boden fehlen. Im Zuge der Straßensanierung wurden sie entfernt und werden auch nicht wieder in den Fahrbahnbelag eingelassen. Was aber nicht heißt, dass dort künftig keine Geschwindigkeit mehr kontrolliert wird.

„Wir planen dort im Laufe des Jahres die Errichtung einer neuen Hightech-Anlage“, erklärte Klein. Geplant ist eine Anlage wie es sie bereits auf dem Autobahnzubringer Lüdenscheid-Nord oder in Plettenberg-Ohle gibt. Nachrodt wäre dann die dritte Stelle im Kreis, die so eine rund 90000 Euro teure Anlage bekäme. Bis dahin soll die alte Anlage an der B236 stehen bleiben.

„Alleine die Optik schreckt ab und sorgt dafür, dass die Fahrer langsamer fahren“, so Hendrik Klein.

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