In der Klingestraße klafft ein tiefes Loch

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Am Fahrbahnrand der Klingestraße tut sich ein tiefes Loch auf. Die Gemeinde hat den Bereich abgesperrt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Am Montagnachmittag ist eingetreten, womit die Anwohner der Klingestraße schon längere Zeit gerechnet haben: Der Untergrund der Straße hat nachgegeben, in der Asphaltdecke klafft nun ein 40 Zentimeter tiefes Loch.

Die Gemeinde hat sofort reagiert und den Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Wie es weitergeht, ist noch offen.

Ein Anwohner habe die Gemeinde über den Schaden an der Straße informiert, berichtete Fachbereichsleiter Axel Boshamer am Dienstag auf Anfrage des Altenaer Kreisblatts. Aufgetreten sei der Schaden offenbar, nachdem ein Müllfahrzeug die Stelle passiert habe.

Aus Sicht der Anwohner hätte sich das Loch in der Straße aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt und an vielen anderen Stellen auftun können. Sie beobachten jedenfalls schon seit längerer Zeit mit Sorge, dass sich die Straße vor ihrem Haus senkt und in der Asphaltschicht Risse auftreten.

Die Gemeinde konnte bisher aber kaum etwas unternehmen, denn die Straße befindet sich in Privatbesitz. Sie gehört den Erben des bei einem Gewaltverbrechen im Mai 2011 ums Leben gekommenen Altenaer Geschäftsmannes Chafic Itani. Die wiederum sollen die Straße mittlerweile zwar weiterverkauft haben, der Verkauf ist aber noch nicht vollends abgewickelt. Axel Boshamer geht davon aus, dass dies in der nächsten Woche der Fall sein wird.

Bereich für Fahrzeuge gesperrt

Zur unmittelbaren Gefahrenabwehr hat die Gemeinde die Klingestraße in dem beschädigten Bereich gesperrt. Fahrzeuge können die Stelle nicht passieren, nur Fußgänger kommen noch durch. „Wir haben die Anwohner darüber informiert, ebenso Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr“, erklärte Boshamer. Eine Gefahr für die Bewohner der Häuser an der Klingestraße bestehe aber nicht.

Im Amtshaus geht man nach Rücksprache mit einem Tiefbauunternehmen davon aus, dass die Straße entlang des Lenneobergrabens, wo auch Gas- und Stromleitungen verlaufen, auf einer Länge von 70 bis 90 Metern unterspült ist. Für Boshamer steht außer Zweifel, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. „Vor allem für den Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Müllabfuhr muss eine Lösung gefunden werden“, betonte er.

Aufgrund der schwierigen Eigentumsverhältnisse habe die Gemeinde inzwischen einen Kostenvoranschlag für eine behelfsmäßige Wiederherstellung der Straße angefordert. Die müsse der Eigentümer – wahrscheinlich der neue – unverzügliche vornehmen, erklärte Boshamer. Anderenfalls habe die Gemeinde die Möglichkeit, die Straße im Zuge der Ersatzvornahme reparieren zu lassen und sich die Kosten anschließend vom Eigentümer erstatten zu lassen.

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