Klingestraße: Gefahr im Verzug

Nachrodt-Wiblingwerde -  Gefahr im Verzug und immer noch kein Ende des Kummers um die Klingestraße: Die Gemeinde wollte gestern (9. Juni 2016) eigentlich die kleine Privatstraße sperren, da ein neuer Graben klafft und sich die Situation vor Ort zuspitzt. Aber dann kam doch alles etwas anders.

 „Wenn da etwas passiert. Das geht gar nicht“, sah Bürgermeisterin Birgit Tupat dringenden Handlungsbedarf und schüttelte den Kopf, weil der Eigentümer zunächst nicht erreichbar war. „Irgendjemand muss ja zuständig sein.“ Das neue Loch in der Straße wurde von den Stadtwerken Iserlohn erst einmal provisorisch hergerichtet – aber kein Mensch konnte sagen, wie groß die Gefährdung wirklich ist.

 Die Müllwerker weigerten sich, die Klingestraße zu befahren. „Wir haben mit den Anwohnern vereinbart, dass sie die Behälter zum Straßeneingang bringen“, erklärt Bärbel Weist, Pressesprecherin beim Entsorger Lobbe. „Wenn so ein großes Fahrzeug in die Klingestraße fährt, ist das zu gefährlich. Offenbar ist die Straße unterspült.“

Die Anlieger versuchen seit Monaten auf die Problematik aufmerksam zu machen und setzten alle Hebel in Bewegung. Der Eigentümer reagierte dann gestern doch noch und beauftragte einen Techniker, der sich die Situation an der Klingestraße anschaute. Mit vor Ort: Dirk Recker aus dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Gemeinde.

 Am 20. Juni, so Dirk Recker, wird das Wasser aus dem Obergraben abgelassen. Sodann soll die komplette Mauer saniert werden – natürlich auch die, die entlang der Klingestraße führt. „Die Sanierung wird drei bis vier Monate dauern. So lange können wir die Straße nicht sperren“, sagt Dirk Recker.

Fakt ist, dass nun 80 Zentimeter von der Mauer weg an der Klingestraße Sperr-Baken aufgestellt werden, „so dass wenigstens die Bewohner mit ihren Autos durchkommen“, so Recker. Ein Verbotsschild für weitere Fahrzeuge – besonders für Lkw – soll am Beginn der Privatstraße aufgestellt werden. „Damit ist zwar die Kuh nicht vom Eis, aber eine erste sinnvolle Lösung gefunden“, findet Dirk Recker, der ein Schreiben für die Bewohner aufsetzt.

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