CDU-Gemeindeverband formiert Vorstand neu

Der teilweise neu formierte Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes (v.l.): Michael Schlieck (Beisitzer), Roderich Knipps (Beisitzer), Sebastian Brinker (stellvertretender Vorsitzender), Kathrin Püschel (Schriftführerin), Klaus-Dieter Jacobsen (1. Vorsitzender), Ulrich Gülicher (Beisitzer), Elfriede Sickart (stellvertretende Vorsitzende), Stefan Herbel (Beisitzer), Marion Kreuder-Rathmann (Schatzmeisterin), Otmar Zilt (Beisitzer) und Philipp Olschewski (stellvertretender Schatzmeister). Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Klaus-Dieter Jacobsen leitet seit Donnerstag die Geschicke des CDU-Gemeindeverbands Nachrodt-Wiblingwerde. Ulrich Gülicher hat sein Amt als 1. Vorsitzender nach neun Jahren zur Verfügung gestellt. Ganz aus zieht er sich aber nicht dem Vorstand zurück: Gülicher bleibt Beisitzer. Anders Peter Herbel, der den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden abgegeben hat und kein Amt mehr bekleidet.

Von Ina Hornemann

Es ist der erste großer Schritt bei Peter Herbels politischem Rückzug auf Raten. Noch in diesem Jahr will er den Fraktionsvorsitz abgeben und anschließend der Kommunalpolitik allmählich den Rücken kehren. Sein Bericht in der Funktion des Fraktionsvorsitzender war am Donnerstagabend deshalb sein letzter im Rahmen einer CDU-Jahreshauptversammlung. Wie so oft in den vergangenen Jahren sind es die finanziellen Sorgen, die den Rat beschäftigen. „Ob wir 2016 den ausgeglichenen Haushalt vorlegen können, den das Land von uns verlangt, können wir jetzt noch nicht zusichern“, so Herbel. Das hänge unter anderem von unberechenbaren Faktoren wie Gewerbesteuereinnahmen ab – und auch von der Asylpolitik. „Die Kommune hat letztens noch einen Härtefall zugewiesen bekommen. Ein schwer an Krebs erkrankter Flüchtling steht unter unserer Obhut, die enormen Behandlungskosten tragen wir. So ein Fall reißt ganz flott ein fünfstelliges Loch in die Kasse des Gemeindehaushalts“, erläuterte Herbel.

Weitere Themen, die ihn und den Rat noch immer umtreiben, sind die interkommunale Zusammenarbeit der Bauhöfe Altena und Nachrodt-Wiblingwerde und die Ausweisung von Windenergiezonen. „Wir müssen auf den Windenergieerlass warten, bevor wir da zu Entscheidungen kommen können. Ich persönlich spreche mich dafür aus, dass die Regelungen dazu in den Landesentwicklungsplan kommen“, sagte Peter Herbel. An der Bauhofsituation ärgert ihn, dass seitens der Bezirksregierung keinerlei Regung mehr kommt. „Die fanden unsere Planungen zuerst ganz toll, jetzt hört man nichts mehr...“

Die Orts-CDU ärgert es mehrheitlich, dass sich das Land, beziehungsweise der NRW-Landesbetrieb Straßen sich auch nicht weiter um die Sanierung der L 692 zu kümmern scheint. Landtagsabgeordneter Thorsten Schick, der der Jahreshauptversammlung in der Rastatt beiwohnte, bekomme auch stets dieselbe Antwort: „Es ist kein Geld mehr dafür da!“

Druck machen heißt also die Devise für den neuen Vorstand, der sich nun aus Klaus-Dieter Jacobsen (Vorsitzender), Elfriede Sickart und Sebastian Brinker (beide stellvertretende Vorsitzende), Kathrin Püschel (Schriftführerin), Marion Kreuder-Rathmann (Schatzmeisterin), Philipp Olschewski (stellvertretender Schatzmeister) und den fünf Beisitzern Ulrich Gülicher, Stefan Herbel, Michael Schlieck, Otmar Zilt und Roderich Knipps zusammensetzt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Christdemokraten war das Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehrwesen: Mark Wille, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, hielt einem umfassenden Vortrag zum Organigramm, zur technischen Ausrüstung und den Aufgabengebieten der Löschgruppen im Tal und im Höhendorf. Die reichen von kleinen und kuriosen Einsätzen wie dem Entfernen einer Ringelnatter bis zur Katastrophenhilfe bei schweren Unwettern und Unfällen. Willes Vortrag enthielt zahlreiche Fotografien von Einsätzen der vergangenen Jahre, die den Einsatzkräften und Bürgern im Gedächtnis geblieben sind.

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