Großer Gartenteich ist ihr Lieblingsplatz 

Kathrin Püschel aus Wiblingwerde zeigt ihren Lieblingsplatz

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Kathrin Püschel an ihrem Teich. Die Karpfen sind so zahm, dass sie ihr aus der Hand fressen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nur, wer den Himmel im Wasser betrachtet, kann Fische auf den Bäumen sehen – soll einmal ein Musiker gesagt haben. Auf dem großen Kirschbaum sind sie trotzdem nicht zu entdecken, die vier Koi-Karpfen und Graskarpfe Schuppi. Die drei Kois haben keinen Namen. „Ich weiß gar nicht, warum nicht“, lacht Kathrin Püschel, holt ein Schälchen Futter, setzt sich auf den Steg und lässt die Beine ins Wasser baumeln.

Futter? Da lassen sich die Karpfen nicht zweimal bitten. Sie sind so zahm, dass sie sogar aus der Hand fressen. Kein Wunder, dass der herrliche Teich im Garten Kathrin Püschels Lieblingsplatz ist. Er ist ein Hingucker, keine Frage. 120000 Liter Wasser fasst der Teich, der ursprünglich eigentlich ein kleines Badegewässer sein sollte. Auf dem Holzsteg steht eine Liege – rundherum ein Pflanzenparadies. „Morgens mit Schlabberpulli und Kaffee kann man die Seele baumeln lassen“, erklärt die CDU-Ratsfrau, warum sie das idyllische Örtchen so mag. 

Kathrin Püschel hat es nicht weit zu ihrem Lieblingsplatz

Als ihre Kinder noch kleiner waren, hat sie mit ihnen auch abends am Teich gesessen und die Stimmung genossen, wenn sich die Schwalben dort verabredet hatten. „Noch besser ist es mit Kerzen und einem Gläschen Wein.“ Tatsächlich muss Kathrin Püschel nicht weit fahren oder laufen, wenn sie zu ihrem Lieblingsplatz möchte. 

Der große Garten mit 3900 Quadratmetern ist ein Prachtstück direkt am Haus. „Ich liebe den Garten, bin aber nicht diejenige, die darin arbeitet“, schmunzelt sie. Also Unkraut zupfen ist nicht so ganz ihre Sache. „Ich verstehe das nicht. Endlich kommt mal ein schöner Tag und die Leute knüppeln im Garten“, witzelt sie. Und so muss ihr Mann ran – oder auch die jetzt erwachsenen Kinder zum Rasenmähen oder Hecke schneiden. Zu tun gibt es eigentlich immer was. Und wer dann möchte, könnte auch noch aufs Trampolin. Oder in den Teich hüpfen natürlich. Man kann gerade noch drin stehen.

Den Wald, ja den mag Kathrin Püschel auch. „Wir hatten jetzt vier Wochen einen Gasthund, da konnte ich stundenlang laufen“, strahlt die Wiblingwerderin. Als solche fühlt sie sich durchaus gern, wenn sie auch in Bielefeld groß geworden ist. „Und Heimat ist eigentlich immer dort, wo man die Kindheit verbracht hat“, sagt die sympathische Christdemokratin.

2014 über Listenplatz in den Rat der Gemeinde

Zur CDU in Nachrodt-Wiblingwerde ist sie wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Obwohl schon die Oma der CDU nahe stand und auch die restliche Familie den Christdemokraten den Vorzug gab, „hab ich mich lange Zeit nicht wirklich damit beschäftigt“, gibt die 58-Jährige zu. „Ich bin auch nicht so der Typ, der die Darstellung nach außen braucht“, sagt sie, die eigentlich durch eine Freundin aus Veserde und Peter Herbel den Kontakt zum Gemeindeverband fand. 

2014 trat sie zur Kommunalwahl an – im Stimmbezirk 11 Veserde gegen Gerd Schröder von der SPD und Heike Homann von der UWG. „Ich habe mich aufgemacht und an jeder Haustür geklingelt“, schmunzelt sie bei der Erinnerung auch an sehr kuriose Begebenheiten. Gerd Schröder eroberte mit 44,75 Prozent das Direktmandat. Kathrin Püschel kam aus dem Stand immerhin auf 35,93 Prozent und sodann über ihren Listenplatz sieben in den Rat der Gemeinde.

„Es macht Spaß und ist eine echte Herausforderung“, sagt die Ratsfrau. Kathrin Püschel ist eher der rationale Typ, jemand, der sich nicht über Kleinigkeiten aufregen mag, der aber Ungerechtigkeiten überhaupt nicht akzeptieren kann. Sie setzt auf Ehrlichkeit und Vertrauen.

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