Milde Strafe nach Unfall unter Alkoholeinfluss

(Symbolfoto)

Nachrodt-Wiblingwerde - Gerade noch "rechtzeitig" vor seinem 21. Geburtstag baute ein junger Mann aus Nachrodt-Wiblingwerde einen Unfall nach erheblichem Alkoholgenuss. Dieser "glückliche" Umstand bescherte ihm jetzt eine mildere Strafe.

Der damals noch 20-Jährige hatte am 26. April bei einem Zusammensein im Vorfeld des Altenaer Schützenfestes offenbar völlig den Überblick über seinen Alkoholkonsum und die dadurch verursachte absolute Fahruntüchtigkeit verloren.

Nur wenige Meter vom Versammlungsort entfernt, krachte er auf der Gustav-Selve-Straße gegen ein anderes Auto, beschädigte eine Leitplanke und versuchte vergeblich zu entkommen.

Auch fast fünf Stunden nach dem Vorfall hatte er noch stattliche 1,4 Promille Alkohol im Blut. Der Fremdschaden am Auto und an der Leitplanke lag bei mehr als 2500 Euro.

„Das ist so passiert, und ich kann es nicht mehr ändern“, legte der tiefzerknirschte Angeklagte vor dem Amtsgericht Altena ein umfassendes Geständnis ab.

Weil er zum Tatzeitpunkt noch 20 Jahre alt war, kam er erst- und letztmalig in den Genuss des Jugendstrafrechtes. Denn als Erwachsenem hätte ihm nach so einem „Mist“ – so bezeichnete die Staatsanwältin das Verhalten des Angeklagten – eine hohe Geldstrafe gedroht.

So aber gab es für die Trunkenheitsfahrt und das unerlaubte Entfernen vom Unfallort letztlich „nur“ die Verpflichtung, an einem Verkehrserziehungskursus der härteren Sorte („Traffic Deadline“) teilzunehmen. Dazu verhängte das Gericht es eine Sperrfrist von weiteren neun Monaten für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare