Feuerwehrnachwuchs lernt spielerisch dazu

Wie passt das zusammen? Ein Sammelsurium aus Armaturen mussten die jungen Feuerwehrleute so zusammenbauen, dass am Ende kein Teil mehr übrig blieb. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Fünf Tage haben etwa 40 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus dem Märkischen Kreis und dem polnischen Partnerkreis Ratibor miteinander verbracht. Nach dem Abschluss in der Tagungsstätte Auf dem Ahorn haben sie am Freitagabend (17. Juli) nehmen sie voneinander Abschied.

Die jungen Polen und ihre Begleiter haben ebenso wie ihre Gastgeber im Laufe dieser Woche die Feuerwehr in Lüdenscheid und das Institut der Feuerwehr in Münster ebenso besichtigt wie die Burg Altena und Münsters Innenstadt. Viel Spaß brachten ihnen auch ein Besuch im Plettenberger Erlebnisbad Aqua Magis.

Zum Abschluss der Woche standen nun Übungen zur Jugendflamme auf dem Programm. Am Donnerstagabend und Freitagmorgen bereiteten sich die jungen Märker und ihre neuen polnischen Freunde auf die Prüfung zu diesem Jugendfeuerwehrabzeichen vor.

Dazu gehörte ein wenig graue Theorie, aber vor allem viel Spaß bei den praktischen Übungen. Die waren nämlich durchaus spielerisch angelegt, verlangten von den Teilnehmern aber auch einiges an feuerwehrtechnischem Wissen. Ohne diesen Hintergrund hätten sie beispielsweise viel größere Probleme gehabt, verschiedene wasserführende Armaturen so zusammenzubauen, dass am Ende kein Einzelteil mehr übrig blieb.

Deutsch-polnisches Treffen auf dem "Ahorn"

Bei einer anderen Aufgabe ging es darum, sechs Saugschläuche zu einem Ring zusammenzukuppeln, der mehrere Luftballons umschloss, die anschließend mit einem Sturmhaken zum Platzen gebracht werden mussten.

Mehr Fingerspitzengefühl und einiges an Geschick waren gefragt, als es darum ging, einen Tischtennisball durch einen Schlauch zu manövrieren oder Wasser in einen Schlauch einzufüllen und bergauf fließen zu lassen. In gemischten deutsch-polnischen Gruppen machten sich die Jugendlichen an die Bewältigung dieser und anderer Aufgaben. Irgendwie klappte dabei auch die Verständigung, obwohl Teilnehmer mit Kenntnissen der jeweils anderen Sprache rar waren.

Nicht nur das imponierte Kreisjugendfeuerwehrwart Jens Hoffmann und Evelina Uriasz, die als Dolmetscherin und Gruppenleiterin aus Ratibor mitgekommen waren. „Die Gruppen hatten sich schon am ersten Abend gefunden“, stellte Hoffmann fest, dass es zwischen den Jugendlichen der beiden Nationen keinerlei Berührungsängste gab. Er könnte sich eine Wiederholung eines solchen Austausches sehr gut vorstellen, auch auf der polnischen Seite der beiden Partnerkreise.

Allerdings sieht er momentan die Finanzierung als das größte Hindernis. Auch Evelina Uriasz konnte der Begegnung zwischen den jungen Deutschen und Polen sehr viel Positives abgewinnen: „Es gab keine Kommunikationsprobleme, notfalls haben eben Hände und Füße geholfen“, lachte sie über den Erfindungsreichtum der Jugendlichen. Insgesamt habe der Feuerwehrnachwuchs an den fünf Tagen sehr viel Spaß gehabt.

Der letzte gemeinsam Tag endete mit einem Grillabend, zu dem auch Landrat Thomas Gemke erwartet wurde. Am Samstagmorgen (18. Juli) treten die Gäste aus Polen die fast 1000 Kilometer lange Heimreise an.

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