Jugendfeuerwehr aus Ratibor zu Gast

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Landrat Thomas Gemke hieß die Gäste „Auf dem Ahorn“ willkommen, wo Zeit zum Kennenlernen war.

Nachrodt-Wiblingwerde - Herzlicher Empfang für 25 Gäste aus dem polnischen Ratibor: So groß ist die Delegation der dort ansässigen Jugendfeuerwehr inklusive Betreuern und Busfahrern, die während ihres Partnerschaftsaufenthalts mit der MK-Jugendfeuerwehr im Jugendheim auf dem Ahorn einquartiert ist.

Dort erwartet der Feuerwehrnachwuchs am Freitag rasante Action: Kreisjugendfeuerwehrleiter Jens Hoffmann nutzt das große Gelände dann, um mit den jungen Leuten die Jugendflamme zu absolvieren.

Die Feuerwehrstandards in Polen und Deutschland sind weitgehend übereinstimmend, so dass es für die 20 Jungfeuerwehrleute aus Polen und die 20 Teilnehmer der Kreis-Jugendfeuerwehr kein Problem sein dürfte, die technisch anspruchvollen und auch spaßigen Aufgaben zu lösen. Schon lange haben sich die Kinder und Jugendlichen auf die gemeinsame Freizeit gefreut. Die Gelder dafür hatte die Deutsch-Polnische Stiftung schon vor über zwei Jahren zur Verfügung gestellt. Die beiden Landkreise, seit Jahren in Freund- und Partnerschaft verbunden, hatten den finanzdotierten ersten Platz beim Selbstverwaltungspreis der Stiftung bekommen für vorbildliches Krisenmanagement: Gelobt wurde der hervorragende Austausch guter Praktiken im Bereich Zivilschutz.

Ursprünglich wollten die beiden Kreisjugendfeuerwehren schon 2014 auf dem Ahorn zusammenfinden. Damals aber konnte kein Termin gefunden werden, da die polnischen Schüler noch in ihrer Klausurenphase waren, als die deutschen Jungfeuerwehrmitglieder schon Ferien hatten. Jetzt hat es geklappt und das freut auch Landrat Thomas Gemke, der mit Bürgermeisterin Birgit Tupat die Teilnehmer der Freizeit am Montag im Jugendheim begrüßte.

Deutsch-polnisches Treffen auf dem "Ahorn"

Seit Dienstag sind die jungen Leute und ihre Betreuer auf Achse: Nach einer Besichtigung der Lüdenscheider Feuerwehr und der Kreisleitstelle ging’s mittags nach Altena, um Burgaufzug zu fahren. Heute geht’s auf nach Münster, wo das Institut der Feuerwehr auf dem Programm steht. Nachmittags lernen die Kinder und Jugendlichen die Stadt kennen. Die ersten Übungen für die Jugendflamme hat Jens Hoffmann für Donnerstagabend eingeplant. Tagsüber verbringt die Gruppe einen schönen Tag im Plettenberger Aquamagis.

Der Austausch über Jugendfeuerwehrarbeit soll während der Woche natürlich nicht zu kurz kommen. Ihr Wissen werden die Jungen und Mädchen gut brauchen können, denn Stufe 1 der Jugendflamme sieht viele Übungen am Standrohr, Knoten und Stiche und auch eine Löschangriffübung vor. Dazu kommen Spiele und Theorie.

Sorgen um die Verständigung machen sich weder Gäste noch Gastgeber: Sie wollen Deutsch, Polnisch, Englisch, Hände und Füße zusammenschmeißen, außerdem gibt’s einen Dolmetscher für die offiziellen Anlässe. Zudem stehen die Abende auf dem Ahorn zur freien Verfügung, so dass viel Zeit bleibt, sich miteinander zu unterhalten und das ein oder andere Wort zu erlernen.

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