25 Jahre "Helfen und helfen lasssen"

Nachrodt-Wiblingwerde. Fünf Arme, fünf Hände – fröhlich in die Welt gestreckt. Mit Herzen in den Handflächen scheint es so, als würden sie den Menschen zuwinken, sie einladen. Und so ist das neue Logo der Aktion „Helfen und helfen lassen“, pünktlich zum 25-jährigen Bestehen, genau das, was es ausstrahlen soll: ein Willkommensgruß. Auch für alle, die am 8. April ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Nachrodt mitfeiern möchten.

 „Unsere Gemeindeschwester Monika Grefe hat das Logo entworfen“, erzählt Ursula Büttig stolz, die gestern gemeinsam mit Lotte Glasow, Antje Böttcher und Edeltraud Hauke einen Blick nach vorn und auch zurück auf die Geschicke des Kreises warf. Die vier Damen sind seit der Gründung am 24. April 1991 dabei.

Und auch 25 Jahre später haben sie nichts von ihrer Begeisterung für die gute Sache verloren. Die Idee ist, Menschen, die nicht mehr so am aktiven Leben teilhaben können, die vielleicht ein Handicap haben, im Altersheim leben und/oder im Alter sehr allein sind, schöne Nachmittage zu bieten, sie miteinander in Kontakt zu bringen. Drei jahreszeitliche Feste und ein Ausflug stehen jeweils an – und werden von derzeit 13 Helferinnen vorbereitet und durchgeführt.

Im Moment wird schon an der Tischdekoration für das Jubiläumsfest am kommenden Freitag gearbeitet und natürlich wird auch wieder gebacken, was das Zeug hält. Ehrengäste, unter anderem Bürgermeisterin Birgit Tupat, sind am Festtag mit dabei, ebenso der MGV Frohsinn, der schon oft mit seinen Liedern die Besucher und Besucherinnen erfreut hat. Bei jedem Senioren-Treffen gibt es ein kleines Highlight: Und so war das Brettken am drögen Pütt zu Gast oder das Handorgel-Ensemble. „Toll war auch, als der Shanty-Chor aus Werdohl dabei war“, erzählt Antje Böttcher, die mindestens 2200 Waffeln über all die Jahre an den Seniorennachmittagen gebacken hat. Getreu nach dem Motto „Wenn jeder dem anderen helfen würde, wäre allen geholfen“ hat sich die Aktion „Helfen und helfen lassen“ seit 25 Jahren der Nächstenhilfe verschrieben. „Ich bin mit der Initiative alt geworden“, sagt Lotte Glasow, die in diesem Jahr 80 Jahre alt wird. Ihre Mitstreiterinnen, ebenfalls über 70, sorgen sich wie sie um den Fortbestand der Aktion, denn Mitarbeiter-Nachwuchs ist nicht in Sicht. Was nicht an der fehlenden sozialen Einstellung liege, sondern vielmehr an den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen.

 „Viele Frauen sind Vollzeit berufstätig, versuchen Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen.“ Dennoch möchte man optimistisch sein und hoffen, dass früher oder später neue Gesichter das wichtige Anliegen fortführen. „Die Freude und die Dankbarkeit der Menschen hat sich über all die Jahre nicht geändert. Und die persönliche Ansprache ist wichtig, war wichtig und wird immer wichtig sein“, sagt Ulla Büttig.

Wer sich für die Jubiläumsveranstaltung am 8. April noch anmelden möchte, kann sich bei Ulla Büttig unter 02352/30143 melden. Die weiteren Termine in diesem Jahr stehen auch fest: am 20. August steht ein Ausflug zum Biggesee an, am 16. September ein Sommerfest und am 28. Oktober ein Herbstfest.

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