Gemeinde dankt verdientem Ratsmitglied

Johannes Illerhaus aus dem Rat verabschiedet

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Bürgermeisterin Birgit Tupat verabschiedete Johannes Illerhaus während der Sitzung des Rates.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Lieber Johannes, heute geht eine Ära zu Ende. Du verlässt den Rat, weil du es willst, und nicht, weil du es musst“. Sehr herzlich waren die Abschiedsworte, die Bürgermeisterin Birgit Tupat für Johannes Illerhaus vorbereitet hatte.

Während der Sitzung des Rates wurde der langjährige UWG-Fraktionsvorsitzende verabschiedet. Er kam, nahm das Ausscheiden recht gelassen und verließ die Sitzung später auch lange bevor alle Tagesordnungspunkte abgehandelt waren. 

Seit dem 1. Oktober 1989 gehörte Johannes Illerhaus dem Rat der Gemeinde an, hatte zudem 17 Jahre den Fraktionsvorsitz inne. „Du bist keine Person, die laut wird, aber eine Person mit Prinzipien. Wenn du eine Meinung hast, dann vertrittst du sie auch, ohne dich zu verbiegen“, sagte Birgit Tupat und fügte an, dass sich Illerhaus immer mit Leib und Seele für die Sache eingesetzt habe.

Mit Leib und Seele

„Du hinterlässt ein gut bestelltes Feld für deine Nachfolgerin Petra Triches. Ich bedanke mich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.“ Er selbst bedankte sich auch: für die Zusammenarbeit, die „nicht immer von Harmonie geprägt war.“

Das für ihn einschneidendste Ereignis sei die Gemeindereform mit der Abschaffung der Doppelspitze gewesen. „Das tut mir immer noch leid. Wenn ich die Gegenwart anschaue, wird mir Angst und Bange, denn ich sehe, wie die Demokratie ausgehebelt wird“, sagte Illerhaus mit Blick auf das Thema Windkraft. „Geld regiert die Welt, das kann es wohl nicht sein. Da muss der Rat stark bleiben“, findet Johannes Illerhaus. 

Rat und Verwaltung wünscht er, vernünftig zu wirtschaften, damit „wir wirklich bald die hohen Steuergebühren für die Bürger wieder senken können.“ Übrigens: Johannes Illerhaus wollte keinen Ehrenring der Gemeinde haben, sondern hat sich neben der obligatorischen Ehrenurkunde eine Uhr ausgesucht. 

Zur Ehrung der Ratsmitglieder gibt es in der Doppelgemeinde auch zum Abschied ein Geschenk: nach einer Legislaturperiode eine Ehrenurkunde und einen Wappenteller, nach zwei und mehr Legislaturperioden eine Ehrenurkunde und eine goldene Uhr. Bei mehr als 20-jähriger Zugehörigkeit entscheidet der Rat über die Zuerkennung eines Ehrenringes.

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