SPD-Ortsverein mischt seinen Vorstand durch

Das Führungsteam des SPD-Ortsvereins (v.l.): Ronny Sachse, Ursula Büttig, Christiane Lange, Friedhelm Wolff, Aykut Aggül, Birgit Hirt, Lotte Glasow, Christian Pohlmann, Gerd Schröder und Susanne Jakoby. Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Mit der Aktion „30 Sekunden für Nachrodt-Wiblingwerde“ will der SPD-Ortsverein herausfinden, wo die Bürger der Doppelgemeinde Prioritäten setzen. Dazu bringen die Sozialdemokraten einen schnell auszufüllenden Fragebogen unters Volk, der mit wenigen Kreuzchen ein Stimmungsbild schaffen kann. An Infoständen will die Partei mit den Bürgern zu den Themen ins Gespräch kommen.

Das haben die Sozialdemokraten in ihrer Jahreshauptversammlung am Dienstagabend beschlossen. Tendiert der Bürger mehr zum Landschaftserhalt oder zur Ansiedelung von Industriestätten? Sind Schulstandorte im Ort beliebter als ausgelagerte Bildungsstätten? Ist der Bürger bereit, die erhöhte Grundsteuer zum Erhalt der aktuellen Infrastruktur zu zahlen oder soll diese Abgabe um jeden Preis gesenkt werden? Auch Jugendarbeit, interkommunale Zusammenarbeit und die hausärztliche Versorgung vor Ort sind Themen des Fragebogens, der je nach Stimmungstendenz auszufüllen ist. Christian Pohlmann hat ihn konzipiert, die Ergebnisse werden in Gemeinschaft reflektiert.

Die Themen beschäftigen Partei und Fraktion bereits jetzt. „Ich denke da an die Diskussion um die Windkraft in Veserde und unsere stundenlangen Auseinandersetzungen zum Erhalt des Jugendzentrums“, erklärte Vorsitzende Susanne Jakoby beim Ortsparteitag am Dienstag in der Gaststätte Zur Rastatt. „In punkto Jugendarbeit haben wir zumindest die Zusage erreicht, dass Alternativangebote gemacht werden. Auf richtig fruchtbaren Boden gefallen sind unsere Anstrengungen in der Flüchtlingsarbeit. Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe ist gegründet, das Café ist gut angelaufen und auch die Wohnsituation der Familien hat sich durch den Umzug in Wohnungen gebessert.“ Susanne Jakoby lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Amtshaus. „Herr Boshamer im Ordnungsamt ist ein echter Gewinn für die Gemeinde. Er packt an, was anzupacken ist.“

Zukunftsträchtige Themen sind nicht die einzigen, die die Orts-SPD umtreiben. Die Partei will in die Vergangenheit schauen, denn im Jahr 2018 feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen in Nachrodt-Wiblingwerde. Die Festkommission ist bereits in Gründung, ein erstes Treffen des Arbeitskreises ist am 29. Juli um 19 Uhr im Haus Hagener Straße 96. Aykut Aggül hat mit Hugo Trawny einen Ansprechpartner gefunden, der bereits viel historisches Material zur Verfügung gestellt hat. „Wir möchten gern auch Mitglieder in den Kreis holen, die der SPD schon seit vielen Jahrzehnten angehören”, so Susanne Jakoby. Ins Gespräch kommen könnte man gut bei der nächsten Parteiversammlung im Herbst, wenn die Sozialdemokraten langjährige Parteimitglieder ehren.

Der Parteivorstand hat sich am Dienstag neu aufgestellt: Susanne Jakoby bekam volles Vertrauen ausgesprochen: Sie wurde einstimmig wiedergewählt und bleibt Parteivorsitzende. Jan Schröder hatte sich nicht mehr für den Posten des 2. Vorsitzenden zur Verfügung gestellt. Ronny Sachse und Aykut Aggül stellten sich zur Wahl, Sachse gewann sie mit einem Stimmverhältnis von 9:4. Gerd Schröder, bislang Schriftführer, wurde zum neuen Kassierer gewählt. Diese Position hatte bislang Ronny Sachse bekleidet. Zur neuen Schriftführerin wurde Birgit Hirt gewählt. Christiane Lange bleibt stellvertretende Kassiererin, zu Beisitzern wurden Aykut Aggül, Christian Pohlmann, Lotte Glasow und Friedhelm Wolff gewählt. Reinhard Kühn und Ursula Büttig sind die Kassenprüfer. Als Nachrodt-Wiblingwerder Delegierte reisen Aykut Aggül und Ronny Sachse zum Unterbezirksparteitag, im Falle ihrer Verhinderung springen Lotte Glasow und Ursula Büttig ein.

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