Jugendzentrum: 400 Unterschriften benötigt

Initiatorin Sylvia Olbrich (links) erklärt, dass an den folgenden drei Samstagen Infostände am Edeka-Markt stattfinden werden. Außerdem will man mit den Listen auch von Haus zu Haus gehen. -  Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Seit Dienstag liegen die ersten Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren zur Rettung des Jugendzentrums Nachrodter Kurve aus. Bis zum 20. Juli braucht es rund 400 Unterschriften kommunalwahlberechtigter Bürger, die sich mit ihrem Namen für den Erhalt der Einrichtung aussprechen. Kommen die zusammen, prüft das Amtshaus die Korrektheit der Angaben und gibt die Listen in den Rat. Dort entscheidet sich am 31. August, ob es zum Bürgerentscheid kommt.

Für die Befürworter des Jugendzentrumerhalts sieht das ideale Szenario wie folgt aus: Zehn Prozent der stimmberechtigten Nachrodter EU-Bürger unterschreiben das Bürgerbegehren mit der Überschrift „Soll das Jugendzentrum Nachrodter Kurve in seiner jetzigen Form erhalten werden?“. Der Rat entschließt sich zur Aufhebung des Beschlusses, die Kurve zu schließen - das Jugendzentrum bleibt in gewohnter Form erhalten.

Stimmen die Ratsmitglieder gegen die Aufhebung ihrer Entscheidung vom 21. Mai und folgen der Forderung des Bürgerbegehrens somit nicht, müssen sie innerhalb von drei Monaten einen Bürgerentscheid anordnen.

„In unserer Satzung über Bürgerentscheide steht, dass dieser durch Briefabstimmung erfolgt“, erklärt Gabriele Balzukat, die das Bürgerbehren seitens des Amtshauses betreut. 20 Prozent der stimmberechtigten Bürger müssen mindestens teilnehmen. Wird diese erforderliche Anzahl an Stimmen erreicht, gilt der Mehrheitsbeschluss.

Drittes Szenario: Die vertretungsberechtigten Initiatoren des Bürgerbegehrens bekommen gar nicht erst die erforderliche Menge an Unterschriften zusammen. Somit wäre der Fortbestand des Jugendzentrums vom Tisch.

Das ist die Situation, die Ingo Graetz und Stefan Dresel als Vertretungsberechtigte natürlich vermeiden wollen. Ein gutes Dutzend Unterstützungswillige hat die Interessengemeinschaft gefunden, die nun die Unterschriftenlisten an Stellen mit Publikumsverkehr auslegen. Initiatorin Sylvia Olbrich erklärt zudem, dass an den folgenden drei Samstagen Infostände am Edeka-Markt stattfinden werden. „Außerdem gehen wir mit den Listen von Haus zu Haus, um mit den Bürgern zum Thema ins Gespräch zu kommen.“

Sylvia Olbrich ist zuversichtlich, dass die Unterschriften zusammenkommen. Und überzeugt, dass den Bürgern doch mehr an ihrem Jugendzentrum liegt, als dies in den Ratssitzungen im Mai den Anschein machte. „Es brauchte einfach Leute, die den Stein noch mal zum Anstoß brachten. Die Bürger sind am Erhalt interessiert.“

Die in Iserlohn ansässige Sylvia Olbrich selbst reibt sich in ihrer politischen Funktion als Vorsitzende der Grünen im Märkischen Kreis am Thema. „Unsere Interessengemeinschaft sieht nicht ein, dass bestehende und gut funktionierende Strukturen zerschlagen werden. Das Jugendzentrum wird gebraucht!“

Das bekräftigte der Kreis der Unterstützer am Dienstag auch vor Ort gegenüber Jugendzentrumsleiterin Renate Richwien. Unabhängig vom Ausgang von Bürgerbegehren, beziehungsweise -entscheid, will die Gruppe Ideen bündeln, die zum Erhalt der Einrichtung beitragen können. Als Ansprechpartner stehen Sylvia Olbrich (Tel. 0176 219 72 564), Ingo Graetz (Tel. 0152 310 555 02) und Stefan Dresel (Tel. 0179 210 51 34) zur Verfügung.

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