Eine tierische Reise rund um die weite Welt der Pferde

Die arabischen Pferde präsentierten ihr feuriges Talent. Die Reiter hatten sich ein kleines Theaterstück überlegt und ließen die edlen Pferde rund um ein Beduinenzelt tanzen – ganz zur Freude der mehr als 200 Besucher des Haster Hof-Tags. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Edle Araber, sportliche Hannoveraner, niedliche Fjordpferde und feurige Spanier: Die Vielfalt der Pferderassen wurde am Sonntag auf dem Hof Pühl in Haste vorgestellt. „Rasse mit Klasse“ lautete das Motto.

„Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, unter welches Motto man wohl diesen Tag stellen könnte. Beim Blick auf die Weiden wurde deutlich, wie viele verschiedene Pferde wir hier haben – und so entstand die Idee“, erklärte Sabine Pühl. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Ländlichen Reit- und Fahrvereins (LRFV) Haste wurde ein Programm entwickelt, das am Sonntag mehr als 200 Besucher erfreute. Den Reitern ging es vor allem darum, zu zeigen, was Pferde alles können, warum sie gezüchtet wurden und woher sie kommen.

Den Auftakt machten irische Pferde. Tinker und Cobs zeigten, was sie können. „Der Tinker entstand aus vielen englischen Rassen. Alle Nachkommen dieser Rassen, die auch nur entfernt wie eine Kuh aussahen, wurden damals ausgemustert und an die Traveller verschenkt. Damit sie die Tinker besser von den Weidekühen unterscheiden konnten, züchteten sie den extremen Behang an die Beine“, erklärte Karin Hasenburg. Die Pferde, die einst schwere Wagen zogen, sind mittlerweile aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters beliebte Freizeitpferde. Ihre Nervenstärke bewiesen sie in einem besonderen Schaubild. Während sie geritten wurden, turnten auf den Kruppen der Tiere Voltigierer zu den Klängen irischer Musik.

Die Araber präsentierten sich deutlich feuriger. Liebevoll inszenierten die Reiter ein Schaubild, das die Besucher auf eine Reise in die Heimat dieser vollblütigen Pferde schickte. Rund um ein Beduinenzelt, das auf dem Reitplatz aufgebaut wurde, ließen sie die edlen und leichtfüßigen Pferde tanzen.

Weiter ging die Weltreise in die USA. Die Westernreiter des Hofes gaben Einblick in die Arbeitsreitweise der Cowboys. Beispielsweise demonstrierten sie das Geschick der Pferde im Rahmen verschiedener Übungen. Und rückwärts dirigierten sie die Tiere durch ein Stangenlabyrinth.

Tanzende Pferde in Haste

Auch die Nachwuchsreiter präsentierten ihr Können. „Ein gutes Dressurpferd ist bunt“ lautete ihr Motto. Die Kinder machten ihrer Reitlehrerin deutlich, dass nicht nur edle Warmblüter tolle Pferde sind, sondern auch dicke, dünne, große, kleine, störrische und liebe Pferde etwas Besonderes darstellen. „Mein Pferd ist nicht nur ein Pferd, sondern mein Freund“, sagte beispielsweise Malin Richter. Und Joline Handrup ergänzte: „Mein Pferd nimmt mir immer die Angst.“

Für Begeisterung sorgten die Voltigierer. Während die älteren auf dem Hannoveraner Welten zeigten, was ein gutes Voltigierpferd ausmacht, präsentierten die kleinsten Pferdefreunde die Tiere des Bauernhofs. Verkleidet als Pferd, Kuh, Schwein, Schaf oder Hahn turnten sie auf Shirkhan und zeigten, was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten.

Bei der Vorstellung der heimischen Pferde durfte auch das genügsamste Pferd des Hofs nicht fehlen: Das Holzpferd. Denn auch das starre Trainingsgerät wurde liebevoll in Szene gesetzt.

Des Weiteren gab es Einblicke in die Kunst des „Pferdeflüsterns“ und eine Darbietung der spanischen Reitweise samt einiger Zirkuslektionen. Für Begeisterung sorgte das Schaubild mit Hund und Pferd. Die Friesen-Mix-Stute Bonita und Schäferhund Enno präsentierten sich als eingespieltes Team und ernteten kräftigen Applaus.

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