„Hier gibt es doch kein Kartoffelpüree aus der Tüte“

„Nachrodter Mahlzeit“ bietet freundlich-gedeckten Mittagstisch

Nachrodt-Wiblingwerde - Gestampft wurden die Kartoffeln – keine Frage. „Hier gibt es doch kein Kartoffelpüree aus der Tüte“, schmunzelten die Damen und Herren der „Nachrodter Mahlzeit“, die am Donnerstag schon seit 8 Uhr in der Früh in der Küche des evangelischen Gemeindehauses Sauerkraut und Kartoffelpüree mit Mettwürstchen zauberten.

Auch Möhrensuppe als Vorspeise und Milchreis mit Früchten als Nachtisch wurden zubereitet. Und auch, als der Ofen kurzzeitig streikte, blieben Anna Krüger, Bernd Greif, Lotte Glasow, Gudrun und Andrea Gruß, Siegfried Lemke, Birgitt Spredeman und Ingrid Kasperski die Ruhe selbst. 

Nach 15 Jahren „Nachrodter Mahlzeit“ hat man schon alles erlebt in der Küche. Viele alleinstehende Frauen und Männer, aber auch ältere Ehepaare – und nicht nur aus Nachrodt – nutzten zur Mittagszeit auch am Freitag wieder das köstliche Angebot an den freundlich-gedeckten Tischen.

In Gesellschaft essen, klönen, Neuigkeiten austauschen und eine schöne Zeit verbringen, ist immer jeden dritten Donnerstag im Monat möglich. Und wer kocht sich schon zu Hause ein großes Menü? „Die Leute möchten sich überraschen lassen, was es gibt“, erzählt Lotte Glasow (Mitte), die schon seit der ersten Stunde dabei ist und mit Gudrun Gruß für das besondere Essens-Angebot einkauft und nicht selten auch zu Hause vorkocht. 

Das Drei-Gänge-Menü kostet pro Person 2,10 Euro. „Aber unsere Gäste geben meistens mehr, so dass wir einmal im Jahr auch noch Geld spenden könnten“, sagt Lotte Glasow, die in diesem Jahr 80 Jahre alt wird und immer noch mit großem Elan und Freude bei der Nachrodter Mahlzeit mitmischt. Im Moment ist das Team gut aufgestellt – aber Unterstützung ist immer gern gesehen.

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