Hochgewachsene Gefahr

+
In blaue Tüten haben die Angler die giftige Pflanze verpackt.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Das Lenneufer ist vor allem im Sommer ein kleines Erholungsparadies. Doch was vielen nicht bewusst ist: In unmittelbarer Nähe lauert die Gefahr. Hochgewachsen mit weißen Blüten – die Herkulesstaude im Volksmund auch Riesen-Bärenklau genannt. Dank des wechselhaften Wetters wuchert sie wie kaum zuvor. Und: Selbst ein erfahrener Angler wurde verletzt.

 Das AK traf sich mit Georg Schellhas am alten Bahnhof .... dem blühenden Problem auf der Spur. Plätscherndes Wasser, spielende Kinder und entspannte Eltern – ein gewöhnliches Bild am Lenneufer während der warmen Sommertage. Jedoch ist der Ausflug an das Flussufer nicht ungefährlich. Immer öfter sieht man dort die großen weißen Blüten der giftigen Herkulesstaude.

 „Viele lassen ihre Kinder hier am Lenneufer spielen und im Wasser plantschen. Das ist besonders bei gutem Wetter auch wirklich schön. Jedoch wissen die Kinder oft nicht, wie die Herkulesstaude aussieht und was der Kontakt mit der Pflanze für Folgen hat“, warnt Georg Schellhas, zweiter Vorsitzender des Angelfischervereins Nachrodt.

Die Berührung der Giftpflanze führt zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen. Diese heilen nur schwer ab. In manchen Fällen bedeutet das für die betroffenen Personen einen stationären Krankenhausaufenthalt. Erst vor kurzem hatte der Angelfischverein wegen dieser Gefahr, auch für die eigenen Angler, einige Uferstellen von der Giftpflanze befreit. „Unser erster Vorsitzender Willi Bielemeier hatte im letzten Jahr eine Berührung mit dem Riesenbärenklau. Mit den Folgen hatte er dann noch einige Wochen zu kämpfen“ sagt Georg Schellhas.

Nicht nur für Menschen ist die Pflanze gefährlich, sondern auch für Hunde und andere Lebewesen. Dass die Pflanze momentan so weit verbreitet ist, liegt vor allem an den Witterungsverhältnissen. Der Wind trägt die Samen der Pflanze schnell in die Umwelt.

Das wechselhafte Wetter beschleunigt anschließend das Wachstum. Um die Giftpflanze zu entfernen, genügt es nicht, sie wegzumähen. „Man muss die gesamte Wurzel entfernen. Erst dann wächst die Pflanze nicht mehr“, erklärt Georg Schellhaas.

Für die Entsorgung der entwurzelten Staude, die in blaue Tüten verschlossen wird, ist dann die Gemeinde verantwortlich. Gemeinsam mit seinen Anglerkollegen hatte Georg Schellhas bei der vergangenen Lennereinigung einige der größten Exemplare entfernt. „Die wachsen sonst teilweise schon direkt an den Straßen.“

Ein Tipp der AK-Redaktion: Bei einer Berührung legt man am besten einen kühlen Verband an und sucht einen Arzt auf. Auch sollte man aufpassen, dass kein Sonnenlicht mehr auf die Stelle fällt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare