Aus Industriebrache wird der „Marktplatz Obstfeld“

Die Planung sieht den Bau eines Discountmarktes mit Parkplätzen und einer Linksabbiegerspur auf der B 236 vor.

Nachrodt-Wiblingwerde - Jetzt steht es fest: Auf der Industriebrache am Obstfelder Lennebogen wird ein neuer Lebensmitteldiscounter gebaut. Mehr noch: Der Investor möchte auf dem Gelände, dem er den Namen „Marktplatz Obstfeld“ gegeben hat, weitere Einzelhändler oder Dienstleister ansiedeln.

Von Volker Griese

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig grünes Licht für den Bau eines Netto-Marktes auf dem Areal an der Altenaer Straße gegeben. Dazu muss allerdings der Bebauungsplan geringfügig geändert werden, weil der Bauherr das Maß der baulichen Nutzung des Grundstücks minimal überschreiten will: Anstatt der im Bebauungsplan vorgesehen 80 Prozent will er 90 Prozent der Fläche bebauen. 60 Prozent davon sind Stellplätze für die Kunden, der Lebensmittelmarkt selbst wird mit etwa 1400 Quadratmetern nur ungefähr ein Drittel der überbauten Fläche einnehmen. In diesem Neubau sollen eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern und zusätzlich ein Back-Shop zur Verfügung stehen, zudem noch Lager- und Sozialräume.

Die verkehrliche Erschließung des Markplatzes Obstfeld soll vollkommen neu geregelt werden. Dazu wird nach Worten von Uwe Hell, Geschäftsführer des Investors Hell C. Service GmbH & Co. KG, bereits in den nächsten tagen das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Obstfeld an der Altenaer Straße abgerissen. An dieser Stelle soll die Einfahrt zu dem Gelände entstehen. Dazu wird auf der B 236 auch eine neue Linksabbiegerspur gebaut.

Von der ersten Bauphase, dem Bau des Netto-Marktes mit Parkplätzen und neuer Zuwegung, ist das Gebäude der Firma MPU noch unberührt. Es soll allerdings in einem zweiten Schritt ebenfalls abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Doch dafür hat der Investor derzeit noch keine Mieter. „Wir sind auf der Suche nach Interessenten, die diese Flächen anmieten wollen“, sagte Uwe Hell gestern im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Etwa 1400 Quadratmeter stünden in Zukunft hier für weitere Einzelhandelsunternehmen zur Verfügung, aber auch die Ansiedlung von Dienstleistern sei denkbar.

Das Thema war erst kurzfristig auf die Tagesordnung für die Ratssitzung amMontag gekommen. Eine Vertagung auf die Sitzung im Juni erschien Bürgermeisterin Bigit Tupat jedoch nicht vertretbar. „Der Bauherr will wohl kurzfristig beginnen, eine Entscheidung erst im Juni wäre also zu spät gewesen“, sagte sie. In dem Papier, das den Ratsmitgliedern für diesen Tagesordnungspunkt vorlag, ist von einer „Anfangsbauphase bereits in der 19. Kalenderwoche“ die Rede. Somit würde wohl Anfang Mai der Startschuss für die Entstehung des Marktplatzes Obstfeld fallen.

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