Situation derzeit entspannt

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Derzeit rechnet die Gemeinde nicht mit neuen Flüchtlingszuweisungen.

Nachrodt-Wiblingwerde - In der Doppelgemeinde leben nach aktuellen Zahlen der Gemeindeverwaltung derzeit 129 Flüchtlinge. Ihr Aufnahmesoll, die sogenannte Erfüllungsquote, hat die Gemeinde damit zu 102 Prozent erreicht.

Zunächst einmal rechne sie nicht mit weiteren Zuweisungen, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat dem AK. Gewisse Kapazität hinsichtlich Wohnraum für Neuankömmlinge gebe es in der Gemeinde aber noch. Weil vor Monaten niemand sagen konnte, wie sich die Entwicklung gestalten werde, habe man sogar für gewisse zusätzliche Reserven gesorgt. Da sich nun abzeichne, dass man diese nicht benötigt, werde ein vor diesem Hintergrund geschlossener Mietvertrag nun gelöst, so Tupat.

Es ist noch nicht so lange her, dass man im Amtshaus damit rechnen musste, bis Ende September 35 weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Das ging aus einer Mail der Bezirksregierung hervor, die im Mai bei der Verwaltungschefin einging. In Arnsberg ging man damals davon aus, dass in Nachrodt und Wiblingwerde lediglich 88 Flüchtlinge leben.

Da die tatsächliche Zahl mit 129 aber deutlich lag, wollte man natürlich Klarheit schaffen und stellte der Bezirksregierung die eigenen Listen und Unterlagen zur Verfügung. „Bei uns gab es natürlich Zweifel, wie die Arnsberger Zahl zustande gekommen war. Es musste geklärt werden, worauf die Differenz beruhte“, so die Bürgermeisterin weiter. Ihr Stellvertreter Axel Boshamer habe dann für einen Standabgleich gesorgt. Dies sei auch vor dem Hintergrund wichtig, dass sich ja Zahlungen des Landes in Flüchtlingssachen nach dem Stand richten, der in Arnsberg vorliegt - nicht nach den Listen der Gemeinde.

In Blick in die Nachbarschaft: Mit einer Erfüllungsquote von 102 Prozent liegt die Gemeinde im oberen Bereich. Altena bringt es auf 99,9 Prozent, Neuenrade etwa auf 105 Prozent. Auf den ersten Blick erscheint die Quote in Lüdenscheid (79 Prozent) und Iserlohn (80 Prozent) deutlich geringer. Das habe damit zu tun, dass es dort Erstaufnahmeeinrichtungen gegeben habe, so die Bürgermeisterin. Dort sei aber nun mit weiteren Zuweisungen zu rechnen.

Auf der Internetseite der Bezirksregierung ist ab sofort auch die Gesamtzahl aller in Nordrhein-Westfalen untergebrachten Flüchtlinge, deren Aufteilung auf die einzelnen Kommunen sowie die Erfüllungsquote der jeweiligen Kommunen abrufbar. Darauf macht die Pressestelle der Bezirksregierung aufmerksam.

Damit werde das Angebot statistischer Daten rund um Flüchtlinge und macht die Flüchtlingssituation transparenter. Bereits seit Anfang des Jahres veröffentlicht die Bezirksregierung Arnsberg als Service für die Menschen in NRW die täglich aktualisierten Zahl der neu angekommenen Geflüchteten.

Täglich kommen weitere Flüchtlinge nach NRW, die aus den Landeseinrichtungen heraus auf die Kommunen verteilt werden. Die Bezirksregierung Arnsberg weist diese Flüchtlinge den Kommunen auf Basis des Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG) zu. Vierteljährlich melden alle 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein Westfalen der Bezirksregierung Arnsberg die Zahl der von ihnen aufgenommenen Flüchtlinge.

Diese Bestandszahl umfasst dabei die Menschen, die den Kommunen zugewiesen wurden; die Personen, die unerlaubt eingereist und jetzt von den Kommunen betreut werden; die Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde, die jedoch aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und die vor Ort betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge.

http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/fin

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