Georg A. Fotiadis setzt Tradition des Gedenkens am Kriegsgefallenenehrenmal fort

8. Mai: „Der Tag ist und bleibt eine Mahnung“

Georg A. Fotiadis im Kreise von Mitstreitern an der Kriegsgefallenenstätte. - FotoL Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Sollte der 8. Mai ein Feiertag sein? Diese Frage beleuchtete am Freitagabend, 8. Mai 2015, Georg A. Fotiadis an der Kriegsgefallenenstätte des Friedhofs Niemöllerstraße.

,,Es gibt Menschen, die an diesem Tag an das Ende eines schrecklichen Kriegs denken. Andere denken immer noch an ,unsere Jungs’, wenn sie an die Wehrmachtssoldaten denken und stellen sie als Helden dar.”

Unabhängig vom Feiertagsstatus trifft sich seit fünf Jahren ein kleiner Kreis an den sechs Gräbern, um dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu Gedenken. Initiator Georg A. Fotiadis ist zwischenzeitlich zwar aus der Gemeinde verzogen, doch er lässt es sich nicht nehmen, am 8. Mai in Nachrodt ein paar Worte zu Krieg und Frieden zu sprechen. In der Regel begleitet auch Pfarrer Wolfgang Kube das Treffen - diesmal fehlte er jedoch aus gesundheitlichen Gründen und hatte das von ihm vorbereitete Gebet an Rolf Stiebing übergeben, der es an den Gräbern verlas. Im Anschluss wurden Blumen niederlegt. Traditionell steht es jedem Teilnehmer frei, ein paar Worte zum Gedenken beizusteuern. In Anbetracht schwelender Kriege und rassistisch motivierten Verbrechen sollte der 8. Mai jedem auch Mahnung sein, merkte ein Besucher an.

von Ina Hornemann

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