Friedhofsweg "vergammelt" immer mehr zum Hoppelweg

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Der Friedhofsweg erhitzt die Gemüter. Die CDU findet, dass die Straße dringend saniert werden muss.

Nachrodt-Wilblingwerde - Brettern die Autofahrer durch den Friedhofsweg? Oder schleichen sie daher, weil man über diese Stoppelstraße nur im Schneckentempo fahren kann?

Darüber sind sich die Mitglieder des Hauptausschusses nicht einig. Die einen meinen dies, die anderen jenes. Fakt ist: Diese Straße erhitzt die Gemüter. „Man kann sie nicht vergammeln lassen“, findet Peter Herbel und holt im Ausschuss zum Rundumschlag aus.

Denn, so sagt der CDU-Politiker, es sind 300 000 Euro im Haushalt für die Instandsetzung von Straßen und Plätzen vorgesehen – aber bisher sei rein gar nichts passiert. Eine Prioritätenliste hätte nach Ansicht von Peter Herbel vor der Sitzung des Rates auf die Tagesordnung gehört.

„Jetzt haben wir Mitte April. Man benötigt einen Beschluss, dann kommt die Ausschreibung und schon haben wir August oder September, bis etwas passieren kann. Wenn überhaupt. Ich vermisse den Bauamtsleiter, der hier nicht zugegen ist“, so Peter Herbel. Besagter Bauamtsleiter, nämlich Dirk Röding, wird während der Sitzung des Rates am 25. April einen Sachstandsbericht zum Thema „Straßenbauprogramm 2016“ geben.

Dann wird Röding auch über die Prioritätenliste sprechen, die schon vor ein paar Jahren erstellt wurde. Der Friedhofsweg ist allerdings nicht auf dieser Liste. „Der Friedhofsweg kann nicht einfach saniert werden“, erklärt Röding und spricht von fehlendem Unterbau und Überbogen. „Sie müsste gänzlich ausgebaut werden.“

Das Problem Nr. 2 in dieser Sache sprechen Sonja Hammerschmidt (UWG) und Rita Joergens (SPD) an. Denn sollte der Friedhofsweg in Angriff genommen werden, müssen die Anlieger mit zur Kasse gebeten werden. „Der Friedhofsweg soll nicht gemacht werden. Das ist die einhellige Meinung der Anlieger“, ist sich Sonja Hammerschmidt sicher. Und Rita Joergens fordert eine Einwohnerversammlung im Vorfeld.

„Wenn er vergammelt ist, ist er vergammelt. Man hoppelt darauf rum wie der Teufel“, beschreibt Peter Herbel den Friedhofsweg als wichtiges Sanierungsprojekt. „Ich denke, dass man den Anliegern im Vorfeld sagen muss, was in ein bis zwei Jahren auf sie zukommt. Man kann nicht jetzt sagen, dass man morgen anfängt. Die einen fänden es sicher super. Die anderen aber fragen sich, woher sie das Geld nehmen sollen“, möchte Bauamtsleiter Dirk Röding die Aufregung der Anlieger in Grenzen halten.

Die Vorhaben der Gemeinde zur Sanierung von Straßen, so erklärt er, werden mit den Stadtwerken Iserlohn und Lüdenscheid besprochen.

„Man stimmt dies ab, schaut, ob es übereinander passt“, so Röding. Im vergangenen Jahr wurde so am Steinstück eine Wasserleitung verlegt und sogleich die Straße gemacht.“ Was den Vorteil habe, dass man eine Straße nicht zweimal aufreißen müsse.

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