Arbeitskreis für Flüchtlingshilfe gegründet

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Wilfried Alberts (l.) freut sich, dass die monatlichen Begegnungsnachmittage gut angenommen werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die 54 auf Gemeindegebiet wohnhaften Flüchtlinge können auf Hilfe durch bürgerschaftliches Engagement setzen. Den erfolgreichen Begegnungsnachmittagen im Haus Hagener Straße 96 ist die Gründung eines Initiativkreises gefolgt, der sich für die Belange der Neubürger stark machen will.

Besonders dringliches Thema sind Sprachkurse. „Wir brauchen Menschen, die Deutsch vermitteln können“, erklärt Wilfried Alberts. Er ist ein Kopf im Dreierrat des Arbeitskreises, den auch Susanne Jakoby und Ingo Graetz bilden. Sowohl die Asylsuchenenden, als auch engagierte Bürger können sich über sie an den Arbeitskreis wenden.

Ein Punkt, den das Gremium aufgreifen will, ist Unterstützung für die vier Familien, die ab Juli eigene Wohnungen beziehen. Desweiteren brauchen die Schulkinder Unterstützung und Betreuung. Zudem können über den Arbeitskreis auch Patenschaften für Einzelpersonen vermittelt werden.

„Wichtig ist, dass die Asylsuchenden Hilfe fürs tägliche Leben bekommen, damit sie ihren Alltag langfristig eigenständig gestalten können“, bringt Wilfried Alberts auf den Punkt, was die 20 Teilnehmer der Gründungssitzung besprochen haben. Sie schloss sich dem Begegnungsnachmittag für Flüchtlinge im Haus Hagener Straße 96 an. „Das läuft immer besser“, freut sich Wilfried Alberts. Nachdem bei den ersten Terminen nur zögerlich Gesprächseinstiege gefunden worden waren, hat sich an jedem ersten Donnerstag im Monat ein beliebter Treffpunkt mit angeregten Unterhaltungen entwickelt. Die Kinder spielen, die Erwachsenen knüpfen neue Kontakte.

Solche Ziele verfolgt auch die Kreisvorsitzende der Grünen, Sylvia Olbrich, die am Dienstag der Arbeitskreisgründung beiwohnte. Sie hat in Nachrodt ein Konzept eingereicht, das die Flüchtlingspolitik voran bringen soll. „Es muss geklärt werden, wer sich um die Belange dieser Menschen kümmert und dass sie besser untergebracht werden, als im Haus Hagener straße 150“, erklärt sie.

Wer sich engagieren möchte oder einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge leisten will, kann Wilfried Alberts unter 0163/6 38 15 65 oder Susanne Jakoby unter 0160/ 94 40 65 28 erreichen.

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