Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde:

„Bis jetzt ist noch keiner gekommen“

Die Feuerwehr sucht Nachwuchs.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Noch ist keiner gekommen“, sagt Mark Wille, stellvertretender Gemeindebrandmeister – und fügt „leider“ hinzu. „Wir hoffen aber weiter, dass Leute kommen und schauen, was wir zu bieten haben.“

Mark Wille wirbt weiter um einen Eintritt in die Feuerwehr.

Vor zwei Wochen hatten Wehrleiter Michael Kling und Bürgermeisterin Birgit Tupat 240 Frauen und Männer zwischen 17 und 35 Jahren im oberen Gemeindegebiet angeschrieben, um sie für die Feuerwehr zu begeistern.  Mit den Worten „Du möchtest auch einmal ein Held sein? Dich für die Menschen in Deiner Gemeinde einsetzen?

Leben retten, Brände löschen, Fluten stoppen, Unfallopfer befreien?“ luden sie alle Interessenten ein, doch mal dienstags ab 20 Uhr zu den Info-Abenden ins Gerätehaus Wiblingwerde zu kommen. Die Resonanz blieb bislang aus. „Es ist sicher schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden“, versteht Mark Wille die Hemmschwellen. Manchmal wolle man auch nicht allein irgendwo hingehen. „Da müssen wir noch ein bisschen Geduld haben. Aber meine Jungs sind immer da und warten auf die Dinge, die da passieren. Sie machen die Pflege an den Fahrzeugen und nutzen die Zeit sinnvoll“, erzählt Mark Wille, der auch niemanden drängen oder bedrängen möchte. „Man kann in einer locker-flockigen Atmosphäre einfach mal unverbindlich vorbeischauen“, möchte er Mut machen, sich die Arbeit der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr „doch einfach mal anzuschauen.“

Mal vorbei sehen

Währenddessen denkt Bürgermeisterin Birgit Tupat laut über einen Arbeitskreis nach, in dem es um Werbung und Unterstützung und gleichermaßen um Wertschätzung für die Feuerwehr geht. Eingeladen dazu werden auch Vertreter der Kommunalpolitik, denn „Träger des Feuerschutzes ist die Gemeinde und liegt somit auch in der politischen Verantwortung.“ Bürgermeisterin Birgit Tupat möchte Menschen für die Feuerwehr begeistern, denn „was nützt mir das beste Warnsystem, wenn keiner kommt und hilft.“ Sie hofft, dass sich vielleicht Neugierige finden, die bei den Infoabenden dienstags vorbei schauen. „Es werden ja nicht gleich die Fesseln angelegt. Jeder ist herzlich willkommen.

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